Non-Compliance ist kein Kavaliersdelikt: Hohe Haftungsrisiken und strafrechtliche Konsequenzen

09/03/2018

Compliance-Regeln nicht zu beachten, ist kein Kavaliersdelikt. Vielmehr kann Non-Compliance nicht nur zivilrechtliche, sondern auch strafrechtliche Konsequenzen haben. Das war die klare Botschaft der Compliance-Experten beim CMS Business Breakfast. Dass dieses Thema – auch aufgrund zahlreicher Non-Compliance Skandale in den letzten Monaten – hohe Aktualität hat, bewies der große Andrang bei der Veranstaltung Anfang März. Sie ist Teil der CMS Eventserie, bei der heuer vor allem die Themenbereiche Risk & Prevention sowie Digital Economy im Mittelpunkt stehen.

Vielen Unternehmen ist es tatsächlich immer noch nicht bewusst: Non-Compliance kann nicht nur zu erheblichen Haftungen für das Unternehmen und dessen Management führen, sondern auch strafrechtliche Konsequenzen haben. Auf den Punkt gebracht bedeutet das: Wer nicht konsequent ein regelkonformes Verhalten von Führungskräften und Mitarbeitern im Unternehmen verankert und auch auf dessen Durchsetzung achtet, ist sehr hohen Haftungsrisiken ausgesetzt und nimmt zudem strafrechtliche Verfahren in Kauf.

Zu diesem Themenkomplex standen beim zweiten CMS Business Breakfast des Jahres ausgewiesene Compliance-Experten den zahlreichen Gästen Rede und Antwort, u.a. Rainer Wachter, Leiter Compliance-Praxis CMS Österreich, Harald Potinecke, Leiter Compliance-Praxis CMS Deutschland, sowie Strafrechtsexperte und ehem. Bundesminister für Justiz, Wolfgang Brandstetter.

Unbestritten ist: Regulatorische Anforderungen nehmen zu, Antikorruptionsgesetze und Verhaltenskodizes werden immer komplexer. Minimiert werden kann das Risiko von Compliance-Verstößen durch eine passgenau zugeschnittene Compliance-Struktur. „Nach bestimmten ausländischen Rechten kann sich dies auch strafmindernd bzw. ausschließend auswirken, insbesondere nach dem UK Bribery Act, aber auch nach dem U.S. Foreign Corrupt Practices Act“, meint Wachter.

Umfangreiche CMS Compliance-Praxis in CEE

CMS in Wien hat mit rund 25 Juristinnen und Juristen eine – für europäische Verhältnisse – sehr große Compliance-Praxis und berät Konzerne als auch mittelständische Unternehmen in Österreich und in Zentral- und Osteuropa bei der Ausgestaltung von Compliance-Programmen. Mit einem umfassenden Leistungsangebot, wie Rainer Wachter betont: „Wir beraten Unternehmen bei der Implementierung oder Adaption von Compliance Management Systemen, führen aber auch bei Vorfällen bzw. Verdacht von Non-Compliance interne Untersuchungen durch und beraten das Management zu den Maßnahmen, die dann zu setzen sind. Nicht zuletzt beraten und vertreten wir Unternehmen auch in damit zusammenhängenden strafrechtlichen Verfahren.“

CMS Trendthemen 2018

Die EU Datenschutz-Grundverordnung und Compliance sind nur zwei von vielen Themen, mit denen sich CMS im Rahmen einer umfassenden Eventserie gezielt an Unternehmen richtet, die in Sachen Risikoabschätzung und Prävention rechtzeitig informiert werden möchten. Doch nicht nur zu Risk & Prevention, auch zu einem zweiten großen Themenblock – Digital Economy – veranstaltet CMS Wien zahlreiche Events, um immer wichtiger werdende rechtliche Fragestellungen rund um FinTechs, Cybercrime, Smart Contracts, ICO (Initial Coin Offering), etc. zu präsentieren und zu diskutieren.

Fotos von Rainer Wachter sowie vom CMS Business Breakfast finden Sie zur kostenlosen Verwendung hier:

Rainer Wachter

Wolfgang Brandstetter, Rainer Wachter, Harald Potinecke (v.l.n.r.)

Weitere Veranstaltungen bei CMS in Wien finden Sie auf der website cms.law  unter Veranstaltungen.

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Non-Compliance ist kein Kavaliersdelikt: Hohe Haftungsrisiken und strafrechtliche Konsequenzen
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