SAP-CEO Bill McDermott auf CMS Empfang in Davos: Künstliche Intelligenz wird den Menschen nicht ersetzen

23/01/2017

Im Rahmen einer von CMS, einer international führenden Rechtsanwaltskanzlei, und der renommierten deutschen Wochenzeitung DIE ZEIT gemeinsam organisierten Diskussionsveranstaltung sprachen SAP-CEO Bill McDermott und andere angesehene Experten über die Zukunft der künstlichen Intelligenz.

Zum Einfluss der künstlichen Intelligenz auf die moderne Arbeitswelt befragt, antwortete Bill McDermott: „Ich sehe die künstliche Intelligenz als nützlich an, weil ich der Meinung bin, dass sie den Menschen in den meisten Fällen nicht ersetzt. Ich denke, dass sie dem Erlebnis und dem Entscheidungsfindungsprozess neue Nuancen verleihen kann.“

Der SAP-CEO führte jedoch weiter aus, dass gerade in einem Umfeld, das vom Verschwinden manueller Arbeit geprägt ist, „die Betroffenen mit neuen Werkzeugen und Fähigkeiten ausgestattet werden müssen.“ Besonders wichtig sei es, „Menschen, die durch die digitale Kluft benachteiligt sind und ohne Zuversicht in die Zukunft sehen, fort- und auszubilden“, so McDermott. „Ich kann es gar nicht genug betonen: Wir dürfen niemanden zurücklassen.“ Um dies zu erreichen, müssten, wie McDermott festhält, der private und öffentliche Sektor, der die notwendige Infrastruktur zur Verfügung stellt, zusammenarbeiten.

Im Gespräch mit Uwe Jean Heuser, dem Leiter des Wirtschaftsressorts der Wochenzeitung DIE ZEIT, reagierte Bill McDermott auch auf die Kritik an HANA, dem von SAP entwickelten, auf In-Memory-Technologie beruhenden Datenbankmanagement-System. „HANA ist nicht zu kostspielig. Die Datenpartitionierung spielt hier eine große Rolle. Die meisten Unternehmen interessieren sich für die Umsatzzahlen des Tages, dieser Woche, des Monats (...), aber sie werden kaum sämtliche Analysen der letzten zehn Jahre benötigen. Der User hat die Möglichkeit, eine auf der Zugriffshäufigkeit basierende Partitionierung auszuwählen.“ Zudem „beseitige HANA Hardware“, so der SAP-CEO. Er spricht von „gewaltigen Verbesserungen, die weniger Hardware, weniger Komplexität und höhere Geschwindigkeit“ bedeuteten.

In der Podiumsdiskussion sagte CMS Partner und Technologierechtsexperte Markus Häuser: „Als Gesellschaft wissen wir heute noch nicht, wie wir mit denkenden Maschinen umgehen sollen. Im Rechtsbereich beginnen wir gerade erst die Diskussion darüber. Wir werden jedoch einen neuen rechtlichen Rahmen, der die Schaffung künstlicher Intelligenz und die Interaktionen zwischen Menschen und Robotern regelt, benötigen. Wenn Roboter intelligenter werden und dadurch immer mehr in der Lage sind, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, stellt sich beispielsweise die Frage, ob ihnen eigene Rechte und damit Schutz zustehen.“

An der Diskussion nahmen auch David Kenny, Vizepräsident von IBM Watson & IBM Cloud, Florian Leibert, Gründer und CEO von Mesosphere, und Jürgen Schmidhuber, wissenschaftlicher Leiter des Schweizer Forschungsinstituts für künstliche Intelligenz IDSIA, teil.

Cornelius Brandi, Executive Chairman von CMS, ergänzte zu diesem Thema: „Die künstliche Intelligenz trägt das Versprechen einer Reihe von Nutzen für Unternehmen und die Gesellschaft als Ganzes in sich, doch wir müssen uns der potenziellen Risiken bewusst sein und uns als Gesellschaft mit essenziellen Fragen in Bezug auf Ethik und Privatsphäre und ganz grundsätzlich die Regulierung der Interaktion zwischen Mensch und Maschine auseinandersetzen.“

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos statt. CMS lud in einer Kooperation mit DIE ZEIT zu einer Podiumsdiskussion mit führenden Vertretern aus Politik und Wirtschaft, die von einem Empfang abgerundet wurde.

Fotos der Veranstaltung finden Sie zur kostenlosen Verwendung unter http://sites.cms-rrh.com/downloads/events/170119/index.html

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SAP-CEO Bill McDermott auf CMS Empfang in Davos
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