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CMS Reich-Rohrwig Hainz lud am 14. Mai zur M&A-Paneldiskussion

Wie steht es um die Corporate Compliance bei M&A-Transaktionen?

15/05/2014

Während der globale M&A-Markt 2013 leicht schwächelte und der Transaktionswert aller Deals im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent sank, weisen laut CMS alle Anzeichen darauf hin, dass bereits 2014 wieder mit einer deutlich höheren Aktivität zu rechnen ist. Für rund 60 Gäste gab es jedoch noch mehr gute Gründe an der von CMS Reich-Rohrwig Hainz veranstalteten Paneldiskussion teilzunehmen und einen genauen Blick auf das Thema Corporate Compliance bei M&A-Transaktionen zu werfen. Denn nicht nur die zunehmende Regelungsdichte stand dabei im Mittelpunkt der Diskussion.

Welche Trends sind in der Vertragsgestaltung auszumachen, insbesondere was die Risikoverteilung zwischen Käufer und Verkäufer betrifft? Wann können M&A-Transaktionen eine Haftung der Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsräte auslösen? Oder anders gefragt: Welche Regeln beziehungsweise Mindeststandards sind einzuhalten, damit eine Haftung vermieden werden kann? Über diese und andere Fragen diskutierten Rudolf Jettmar, Leiter der Österreichischen Prüfstelle für Rechnungslegung, Günther Ofner, Mitglied des Vorstands und CFO der Flughafen Wien AG, Marc-Steffen Hennerkes, Managing Partner Lead Equities und Peter Huber, Managing Partner CMS Reich-Rohrwig Hainz.

Gastgeber Peter Huber lieferte dabei zu den Haftungsrisiken für Manager eine klare Antwort: "Wer im Zusammenhang mit M&A-Transaktionen explizite gesetzliche Gebote und Verbote verletzt, einen Interessenkonflikt nicht offenlegt oder sich keine angemessene Informationsbasis verschafft, kann sich nicht auf unternehmerisches Ermessen, auf die "Business Judgement Rule" berufen und handelt daher auf eigenes Haftungsrisiko." Überdies sehen sich Vorstände, Geschäftsführer und Aufsichtsräte nicht erst seit der jüngst ergangenen Libro-Entscheidung des Obersten Gerichtshofs einer immer strenger werdenden Rechtssprechung zur strafrechtlichen Untreue gegenüber: Wer bei einer M&A-Transaktion eklatant überzahlt oder sehenden Auges ganz ungewöhnliche Risiken übernimmt, den können nicht nur die zivilrechtlichen Haftungsfolgen, sondern auch eine strafrechtliche Verantwortung treffen.

Die zahlreichen Gäste konnten darüber hinaus auch von den Ergebnissen der aktuellen CMS European M&A Study profitieren, die im Rahmen der CMS-Veranstaltung ebenfalls vorgestellt wurde. Denn nach wie vor gibt es innerhalb Europas zahlreiche regionale Unterschiede bei der Vertragsgestaltung. So werden beispielsweise in Mittel- und Osteuropa am häufigsten sogenannte MAC-Klauseln vereinbart, die das Risiko nachteiliger Veränderungen zwischen Vertragsabschluss und Übertragung des Unternehmens dem Verkäufer zuordnen. In Frankreich wiederum sind die Haftungshöchstgrenzen für Garantieansprüche des Käufers am niedrigsten, dafür aber die Fristen für die Geltendmachung von Garantieansprüchen überdurchnittlich lang. De-minimis- und Basket-Regelungen für Garantieansprüche, die eine ineffiziente Durchsetzung von Klein- und Kleinstansprüchen verhindern sollen, sind zum Beispiel in Großbritannien Standard. Dank seiner europaweiten Präsenz und Marktdurchdringung identifiziert CMS kontinuierlich relevante Entwicklungen am europäischen Markt und stellt die Ergebnisse der Studie seinen Klienten jährlich zur Verfügung.

Über die CMS European M&A Study 2014

Die erst kürzlich veröffentlichte und gestern in Wien erstmals präsentierte M&A-Studie wurde bereits zum sechsten Mal durchgeführt und gewährt Einblicke in rechtliche Regelungen von Fusions- und Übernahmeverträgen. Insgesamt analysiert sie mittlerweile 2068 M&A-Unternehmensverträge, die nicht börsenotierte Unternehmen in Europa im Zeitraum von 2007 bis 2013 betrafen. Allein 2013 betreute CMS 344 Transaktionen, was im Gegensatz zum rückläufigen globalen M&A-Markt, wo vor allem in Europa der Transaktionswert gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent fiel, einen leichten Anstieg gegenüber 2012 bedeutete. Die der Studie in aggregierter Form zugrunde liegenden Vertragsdaten sind nicht öffentlich zugänglich und basieren auf Transaktionen, bei denen CMS die Käufer- oder Verkäuferseite beraten hat.

Fotos zur Veranstaltung finden Sie zum kostenlosen Download unter http://sites.cms-rrh.com/downloads/events/140514/presse/index.html

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Peter Huber
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Wien