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Private Equity Panel 2014 I von CMS Hasche Sigle und FINANCE: Marktaussichten für Private Equity steigen

12/02/2014

Frankfurt/Main – Nach einem enttäuschenden Jahr 2013 verdichten sich die Hinweise darauf, dass der deutsche Private Equity-Markt in den kommenden Monaten deutlich Aufwind bekommen könnte. Indikatoren dafür sind gute Geschäftsaussichten, moderate Unternehmensbewertungen und signifikant verbesserte Möglichkeiten zur Ausnutzung von Kapital-Hebelwirkungen – so das Kernergebnis des aktuellen "Private Equity Panels", für das CMS Hasche Sigle und das Magazin "FINANCE" dreimal jährlich rund 40 Private Equity-Häuser anonym befragen.

Finanzierungen nachhaltig gesichert

Wichtigster Treiber für die zunehmende Konkurrenzfähigkeit der PE-Investoren in M&A-Prozessen bleibt das äußerst positive Finanzierungsumfeld: Nachdem die Befragten schon im vergangenen Jahr zunehmend optimistischer waren, springt die Einschätzung zur Verfügbarkeit von Buy-out-Krediten in der ersten Umfrage 2014 um weitere 15 Prozent nach oben und damit auf den höchsten Stand seit Aufnahme der Umfrage Anfang 2010. Auch die Finanzierungskonditionen rangieren mit einem Plus von 14 Prozent auf einem Rekordhoch. "Die Banken sind für Akquisitionsfinanzierungen außerordentlich offen und kommen den Wünschen der Investoren häufig ziemlich weit entgegen", erläutert Dr. Tobias Schneider, Partner bei CMS Hasche Sigle.

Geschäfte der Portfoliounternehmen im Anstieg

Die wachsende Durchsetzungskraft der PE-Investoren in umkämpften Transaktionen paart sich mit einer Stärkung der operativen Geschäftsaussichten ihrer Portfoliounternehmen – waren diese 2013 in der Einschätzung der Befragten stagniert, ziehen sie jetzt um sieben Prozent an und könnten so auch die Bewertung möglicher neuer Kaufkandidaten beeinflussen: "Zusammen mit der Verfügbarkeit attraktiver Finanzierungen kann das die PE-Investoren zu einem mutigeren Auftreten am Markt motivieren und die Zurückhaltung beim Aufrufen höherer Kaufpreise lösen", prognostiziert Schneider. "Doch auch die Renditeerwartungen der Investoren müssen erfüllt werden. Und je höher der Einstiegspreis ausfällt, desto höher muss der Verkaufserlös sein." Verstärkend kommt hinzu, dass die PE-Investoren die Unternehmensbewertungen offensichtlich noch nicht für ausgereizt halten. Die Bewertungen werden zwar unverändert als ambitioniert wahrgenommen, aber ein Überschießen, das die Investoren bei Neu-Investments zur Zurückhaltung zwingen könnte, ist noch nicht erkennbar.

Gesundheitswirtschaft beliebteste Zielbranche

Bei ihren potentiellen Neu-Investments scheinen Panelisten ihr Augenmerk immer stärker auf den Healthcare-Bereich zu richten. Mit einem Anstieg von elf Prozent sind Zielunternehmen aus der Gesundheitswirtschaft gegenwärtig am attraktivsten, gefolgt von den Branchen Nahrungsmittel, Elektronik und dem bisherigen Spitzenreiter Dienstleistungen. "Investments in die Healthcare-Branche rücken immer stärker in den Fokus der Finanzinvestoren. Insbesondere der stetige technische Fortschritt sowie der demografische Wandel machen den Healthcare-Sektor zu einem spannenden Investitionsfeld", erläutert Dr. Joachim Dietrich, Partner bei CMS Hasche Sigle. Auf der Verliererseite setzt sich der scheinbar unaufhaltsame Abstieg der Cleantech-Branche fort, die nun ans Ende des Rankings der 15 abgefragten Branchen gerutscht ist.

Mehr Recaps und weniger Konzern-Spin-offs erwartet

Der Boom am Finanzierungsmarkt stärkt die Private-Equity-Investoren aber nicht nur im Kampf um neue Investitionen, sondern erhöht auch ihre Möglichkeiten, ihren Investoren über Rekapitalisierungen Gelder zukommen zu lassen. Auch rechnen deutlich mehr Befragte mit einer Stärkung von Börsengängen als Ausstiegsmöglichkeit. Die Attraktivität von Weiterverkäufen an Finanzinvestoren oder branchengleiche Unternehmen wird anhaltend optimistisch beurteilt. Bei den neuen Investments ruhen die Hoffnungen der Panelisten wie schon 2013 vor allem auf dem Geschäft mit ihren Kollegen; hinsichtlich Konzern-Spin-offs und von Unternehmern angestoßenen Firmenverkäufen sind die Erwartungen hingegen leicht zurückgegangen. Dr. Joachim Dietrich: "Der Erwerb von Unternehmen aus der Hand von Finanzinvestoren ist nach wie vor die mit Abstand bedeutendste Deal-Quelle für die Private Equity-Branche. Es gibt schlicht vergleichsweise wenig attraktive Targets aus erster Hand."

Pressekontakt
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Pressemitteilung PE-Panel, 12/02/2014
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Veröffentlichung
PE-Panel Umfrage Februar 2014
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Personen

Tobias Schneider
Dr. Tobias Schneider
Partner
Stuttgart
Joachim Dietrich
Dr. Joachim Dietrich
Partner
Frankfurt