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01/03/2022
Neue EU-Sank­tio­nen – was ist für Ös­ter­reich und CEE zu er­war­ten?
Auf ih­rem Tref­fen am 24. Fe­bru­ar ei­nig­ten sich die eu­ro­päi­schen Staats- und Re­gie­rungs­chefs auf ein neu­es Pa­ket mas­si­ver und ge­ziel­ter Sank­tio­nen ge­gen Russ­land. Es um­fasst:Fi­nanz­sank­tio­nen, die 70 % des rus­si­schen Ban­ken­mark­tes und wich­ti­ge staat­li­che Un­ter­neh­men, auch im Ver­tei­di­gungs­be­reich, tref­fen sol­len­Ein Ex­port­ver­bot soll den En­er­gie­sek­tor, ins­be­son­de­re den Öl­sek­tor tref­fen, in­dem es Russ­land un­mög­lich ge­macht wer­den soll, sei­ne Raf­fi­ne­ri­en zu mo­der­ni­sie­ren.Ver­bot des Ver­kaufs von Flug­zeu­gen und Aus­rüs­tung an rus­si­sche Flug­ge­sell­schaf­ten­Be­schrän­kung des Zu­gangs Russ­lands zu wich­ti­gen Tech­no­lo­gi­en wie Halb­lei­tern oder mo­derns­ter Soft­ware­Be­schrän­kung des Zu­gangs zur EU für rus­si­sche Di­plo­ma­ten und da­mit ver­bun­de­ne Grup­pen und Ge­schäfts­leu­teAm 26. Fe­bru­ar hat EU Kom­mis­si­ons­prä­si­den­tin Ur­su­la von der Ley­en wei­te­re Sank­tio­nen an­ge­kün­digt. Die­se um­fas­sen:Ei­nen Aus­schluss be­stimm­ter rus­si­scher Ban­ken vom SWIFT Sys­tem­Ei­ne Blo­cka­de der Rus­si­schen Zen­tral­bank, mit dem Ziel die­ser kei­ne Trans­ak­tio­nen mehr zu er­mög­li­chen­Be­schrän­kun­gen für die Ver­mö­gens­ver­wen­dung rus­si­scher Olig­ar­chen in der EU­Da sich die Ukrai­ne-Kri­se be­reits vor dem Ein­marsch der Trup­pen mit der Be­set­zung der Ge­bie­te in Do­netsk and Lu­hansk ver­schärf­te, hat die EU be­reits ers­te Sank­tio­nen ver­hängt. Auch die USA und das Ver­ei­nig­te Kö­nig­reich ha­ben Sank­tio­nen ver­hängt. Der vor­lie­gen­de Bei­trag be­fasst sich da­her mit dem Sank­ti­ons­pa­ket, das die EU am 23. Fe­bru­ar 2022 ver­ab­schie­det hat. Über wei­te­re Sank­tio­nen, die am 24. und 26. Fe­bru­ar an­ge­kün­digt wur­den, folgt ein ge­son­der­ter Bei­trag.  Wel­che Sank­tio­nen wur­den ver­hängt? Es han­delt sich um weit­re­chen­de Sank­tio­nen, die meh­re­re Bran­chen und Per­so­nen be­tref­fen: 1.    Schwar­ze Lis­te der wich­tigs­ten Per­so­nen und Ein­rich­tun­gen Auf der schwar­zen Lis­te der Sank­tio­nen ste­hen 336 Mit­glie­der der rus­si­schen Staats­du­ma, die für die An­er­ken­nung der Un­ab­hän­gig­keit von Do­nezk und Lu­hansk ge­stimmt ha­ben.1 Dar­über hin­aus wur­den 26 Per­so­nen und Or­ga­ni­sa­tio­nen auf die schwar­ze Lis­te ge­setzt: 1.1.    Per­so­nen:Ser­gej Schoi­gu, der rus­si­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter;An­ton Vai­no, Stabs­chef des rus­si­schen Prä­si­di­al­am­tes;Ma­rat Chus­nul­lin, stell­ver­tre­ten­der rus­si­scher Mi­nis­ter­prä­si­dent für Bau­we­sen und re­gio­na­le Ent­wick­lung;Dmi­trij Jur­je­witsch Gri­go­ren­ko, stell­ver­tre­ten­der rus­si­scher Mi­nis­ter­prä­si­dent, Chef des rus­si­schen Re­gie­rungs­stabs und Vor­sit­zen­der des Ra­tes der VTB Bank;Ma­xim Gen­n­ad­je­witsch Re­schet­ni­kow, rus­si­scher Mi­nis­ter für wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung und Mit­glied des Auf­sichts­ra­tes der VTB Bank;Ni­ko­laj Ana­tol­je­witsch Je­w­me­now, Ober­be­fehls­ha­ber der rus­si­schen Ma­ri­ne;Wla­di­mir Lwo­witsch Ka­sa­to­now, Stell­ver­tre­ten­der Ober­be­fehls­ha­ber der rus­si­schen Ma­ri­ne;Igor Vla­di­mi­ro­vich Osi­pov, Ober­be­fehls­ha­ber der Schwarz­meer­flot­te;Oleg Le­ony­do­witsch Sal­ju­kow, Ober­be­fehls­ha­ber der rus­si­schen Bo­den­trup­pen;Ser­gej Su­ro­wi­kin, Ober­be­fehls­ha­ber der rus­si­schen Luft- und Raum­fahrt­streit­kräf­te;Ser­gej Wla­di­mi­ro­witsch Dro­now, Ober­be­fehls­ha­ber der rus­si­schen Luft­streit­kräf­te und stell­ver­tre­ten­der Ober­be­fehls­ha­ber der rus­si­schen Luft- und Raum­fahrt­streit­kräf­te;Vio­let­ta Pri­goz­hi­na, In­ha­be­rin u.a. von Con­cord Ma­nage­ment and Con­sul­ting LLC;Ly­u­bov Va­len­ti­nov­na Pri­goz­hi­na, Ei­gen­tü­me­rin von Agat LLC;De­nis Aleksand­ro­vich Bort­ni­kov, stell­ver­tre­ten­der Prä­si­dent und Vor­sit­zen­der des Vor­stands der VTB Bank;An­d­rei Leo­ni­do­vich Kos­tin, Vor­stands­vor­sit­zen­der der VTB Bank und Mit­glied des Obers­ten Ra­tes der Par­tei "Ei­ni­ges Russ­land";Igor Iwa­no­witsch Schu­wa­low, Vor­sit­zen­der der Staat­li­chen Ent­wick­lungs­ge­sell­schaft VEB.RF und Mit­glied des Ra­tes der Eu­ra­si­schen Wirt­schafts­kom­mis­si­on;Mar­ga­ri­ta Si­monyan, Chef­re­dak­teu­rin von Rus­sia To­day (RT);Ma­ria Zak­ha­ro­va, Di­rek­to­rin der In­for­ma­ti­ons- und Pres­se­ab­tei­lung des rus­si­schen Au­ßen­mi­nis­te­ri­ums;Wla­di­mir Rou­dol­fo­witsch So­lo­wjew, Mo­de­ra­tor des Sen­ders Rus­sia-1 und von Ros­sia 24;Kon­stan­tin Kny­rik, Lei­ter der Me­dia­Group News Front Ltd. und Chef der Krim-Ab­tei­lung der Ro­di­na-Par­tei;Alek­sey Kon­stan­ti­no­vich Push­kov, Se­na­tor der Re­gi­on Perm, Mit­glied der re­gie­ren­den Par­tei "Ei­ni­ges Russ­land" und Vor­sit­zen­der der Kom­mis­si­on für In­for­ma­ti­ons­po­li­tik; un­d­Pjotr Tol­stoi, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der rus­si­schen Staats­du­ma, Lei­ter der rus­si­schen De­le­ga­ti­on in der Par­la­men­ta­ri­schen Ver­samm­lung des Eu­ro­pa­rats (PACE) und Mo­de­ra­tor des Fern­seh­sen­ders "Vre­mya Po­kaz­het".1.2.    Ein­rich­tun­gen:In­ter­net Re­se­arch Agen­cy;Bank Ros­siya;PROMS­VYAZ­BANK; un­d­VEB.RF.Wie bei EU-Sank­tio­nen üb­lich, um­fasst die Nen­nung in ei­ner Schwar­ze Lis­te auch das Ein­frie­ren von Ver­mö­gens­wer­ten und das Ver­bot, Gel­der oder wirt­schaft­li­che Res­sour­cen di­rekt oder in­di­rekt den auf der Schwar­zen Lis­te ste­hen­den Per­so­nen und Ein­rich­tun­gen zur Ver­fü­gung zu stel­len oder sie zu be­güns­ti­gen. Die­ses Ver­bot ist sehr weit ge­fasst und schließt im We­sent­li­chen aus, dass den auf der schwar­zen Lis­te ste­hen­den Per­so­nen oder Ein­rich­tun­gen so­wie al­len Per­so­nen, die im Be­sitz die­ser Per­so­nen oder Ein­rich­tun­gen sind oder von ih­nen kon­trol­liert wer­den, et­was von Wert zur Ver­fü­gung ge­stellt wird. Die Auf­nah­me in die schwar­ze Lis­te führt auch zu ei­nem EU-Rei­se­ver­bot für die auf der schwar­zen Lis­te ste­hen­den Per­so­nen. 2.    Fi­nan­zi­el­le Be­schrän­kun­gen Mit den Maß­nah­men wird ein sek­to­ra­les Ver­bot für die Fi­nan­zie­rung Russ­lands, sei­ner Re­gie­rung und sei­ner Zen­tral­bank ver­hängt. Sie zie­len dar­auf ab, ih­ren Zu­gang zu den Ka­pi­tal- und Fi­nanz­märk­ten und -dienst­leis­tun­gen der EU zu be­schrän­ken. Ins­be­son­de­re ver­bie­ten die Sank­tio­nen den di­rek­ten oder in­di­rek­ten Kauf, Ver­kauf, die Er­brin­gung von An­la­ge­dienst­leis­tun­gen oder die Un­ter­stüt­zung bei der Emis­si­on von oder den sons­ti­gen Han­del mit über­trag­ba­ren Wert­pa­pie­ren und Geld­markt­in­stru­men­ten, die nach dem 9. März 2022 von Russ­land und sei­ner Re­gie­rung, der rus­si­schen Zen­tral­bank und je­der ju­ris­ti­schen Per­son, Or­ga­ni­sa­ti­on oder Ein­rich­tung, die im Na­men oder auf An­wei­sung der rus­si­schen Zen­tral­bank han­delt, aus­ge­ge­ben wer­den. Au­ßer­dem ist es ver­bo­ten, di­rekt oder in­di­rekt neue Dar­le­hen oder Kre­di­te zu ge­wäh­ren oder sich an sol­chen Ver­ein­ba­run­gen zu be­tei­li­gen. Die oben ge­nann­ten Han­dels­be­schrän­kun­gen ent­spre­chen weit­ge­hend den Be­schrän­kun­gen, die be­reits für die Krim oder Se­was­to­pol gal­ten (sie­he un­ten). 3.    Wel­che Maß­nah­men kön­nen Un­ter­neh­men er­grei­fen, um sich zu schüt­zen? 3.1.    Über­prü­fung al­ler Ge­schäfts­part­ne­rEs ist von ent­schei­den­der Be­deu­tung, al­le Ge­schäfts­part­ner zu über­prü­fen, ins­be­son­de­re die­je­ni­gen, die rus­sisch sind oder Ver­bin­dun­gen zu Russ­land ha­ben könn­ten. Da­zu ge­hö­ren al­le be­ste­hen­den und künf­ti­gen Kun­den und Lie­fe­ran­ten, aber auch an­de­re Drit­te, wie z. B. Joint-Ven­ture-Part­ner, Ver­triebs­händ­ler, Agen­ten usw., aber nicht nur. Be­son­ders wich­tig ist, dass die Sank­tio­nen nicht nur die auf die schwar­ze Lis­te ge­setz­ten Per­so­nen und Un­ter­neh­men be­tref­fen, son­dern im Prin­zip auch al­le Un­ter­neh­men, die in ih­rem Ei­gen­tum ste­hen oder von ih­nen "kon­trol­liert" wer­den. Da­her ist es wich­tig, die Ei­gen­tums- und Kon­troll­struk­tur der be­tref­fen­den Ge­schäfts­part­ner zu ver­ste­hen. Dies kann ei­ne sehr schwie­ri­ge Auf­ga­be sein. Im Rah­men der EU-Sank­tio­nen gilt als Ei­gen­tum in der Re­gel der Be­sitz von min­des­tens 50 % der Ei­gen­tums­rech­te an ei­nem Un­ter­neh­men oder ei­ne Mehr­heits­be­tei­li­gung an die­sem Un­ter­neh­men. Zu den Kri­te­ri­en für die Be­ur­tei­lung der Kon­trol­le über ein Un­ter­neh­men ge­hö­ren:das Recht oder die Be­fug­nis, die Mehr­heit der Mit­glie­der des Ver­wal­tungs-, Lei­tungs- oder Auf­sichts­or­gans ei­nes sol­chen Un­ter­neh­mens zu er­nen­nen oder ab­zu­be­ru­fen;Er­nen­nung der Mehr­heit der Mit­glie­der des Ver­wal­tungs-, Lei­tungs- oder Auf­sichts­or­gans ei­nes Un­ter­neh­mens, die wäh­rend des lau­fen­den und des vor­her­ge­hen­den Ge­schäfts­jah­res im Amt wa­ren, al­lein auf­grund der Aus­übung der Stimm­rech­te;die al­lei­ni­ge Kon­trol­le über die Mehr­heit der Stimm­rech­te der Ak­tio­nä­re oder Mit­glie­der ei­nes Un­ter­neh­mens auf­grund ei­ner Ver­ein­ba­rung mit an­de­ren Ak­tio­nä­ren oder Mit­glie­dern die­ses Un­ter­neh­mens­das Recht auf Aus­übung ei­nes be­herr­schen­den Ein­flus­ses auf ein Un­ter­neh­men auf­grund ei­ner mit die­sem Un­ter­neh­men ge­schlos­se­nen Ver­ein­ba­rung oder auf­grund ei­ner Be­stim­mung in sei­ner Sat­zung, so­fern das für die­ses Un­ter­neh­men gel­ten­de Recht es zu­lässt, dass es ei­ner sol­chen Ver­ein­ba­rung oder Be­stim­mung un­ter­liegt;die Be­fug­nis, das Recht zur Aus­übung ei­nes be­herr­schen­den Ein­flus­ses im Sin­ne des vor­ste­hen­den Punk­tes aus­zu­üben, oh­ne In­ha­ber die­ses Rechts zu sein;das Recht, das ge­sam­te oder ei­nen Teil des Ver­mö­gens ei­nes Un­ter­neh­mens zu nut­zen;die Füh­rung der Ge­schäf­te ei­nes Un­ter­neh­mens auf ei­ner ein­heit­li­chen Grund­la­ge und die Ver­öf­fent­li­chung ei­nes kon­so­li­dier­ten Ab­schlus­ses; un­d­die fi­nan­zi­el­len Ver­bind­lich­kei­ten ei­nes Un­ter­neh­mens ge­samt­schuld­ne­risch zu tra­gen oder für sie zu bür­gen.Es wird dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Er­fül­lung der oben ge­nann­ten Kri­te­ri­en für Ei­gen­tum oder Kon­trol­le im Ein­zel­fall wi­der­leg­bar ist.3.2.    Über­prü­fung von Fi­nan­zie­run­gen und an­de­ren Ver­ein­ba­run­gen­Un­ter­neh­men soll­ten ih­re Fi­nan­zie­rungs- und sons­ti­gen ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­run­gen über­prü­fen, um fest­zu­stel­len, ob die­se be­son­de­ren Be­schrän­kun­gen in Be­zug auf Ge­schäf­te mit sank­tio­nier­ten Län­dern, Ho­heits­ge­bie­ten oder Per­so­nen oder Ein­rich­tun­gen ent­hal­ten. Dies könn­te ins­be­son­de­re für Un­ter­neh­men re­le­vant sein, die an Joint Ven­tures mit rus­si­schen Par­tei­en oder an­de­ren For­men von In­ves­ti­tio­nen in Russ­land be­tei­ligt sind.3.3.    Ri­si­kom­in­de­rung für zu­sätz­li­che schwar­ze Lis­ten und Sank­tio­nen­Un­ter­neh­men, die Ge­schäf­te mit rus­si­schen Ver­trags­part­nern tä­ti­gen, soll­ten ih­re ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­run­gen über­prü­fen, um si­cher­zu­stel­len, dass sie das Recht ha­ben, Ge­schäf­te je­der­zeit mit so­for­ti­ger Wir­kung zu be­en­den. Be­son­de­res Au­gen­merk soll­te auf die For­mu­lie­rung sol­cher Ver­trags­be­stim­mun­gen ge­legt wer­den, um das Ri­si­ko mög­li­cher rus­si­scher Ge­gen­s­ank­tio­nen zu min­dern. 3.4.    Was ist mit den frü­he­ren EU-Sank­tio­nen ge­gen Russ­land?Die von der EU am 23. Fe­bru­ar 2022 ver­häng­ten Sank­tio­nen er­gän­zen die be­reits 2014 im Zu­sam­men­hang mit der Ukrai­ne-Kri­se und ins­be­son­de­re der rus­si­schen An­ne­xi­on der Krim und Se­was­to­pols ver­häng­ten Sank­tio­nen und bau­en auf die­sen auf. Auch vor dem Sank­ti­ons­pa­ket vom 23. Fe­bru­ar wur­den die Sank­tio­nen von Zeit zu Zeit ge­än­dert/aus­ge­wei­tet, u. a. mit fünf zu­sätz­li­chen Be­nen­nun­gen am 21. Fe­bru­ar 2022, und um­fas­sen­Rei­se­ver­bo­te und Ein­frie­ren von Ver­mö­gens­wer­ten für ei­ne Rei­he von ju­ris­ti­schen und pri­va­ten Per­so­nen;stren­ge Be­schrän­kun­gen des Han­dels mit der Krim und Se­was­to­pol;Be­schrän­kun­gen des Zu­gangs zu den Pri­mär- und Se­kun­där­ka­pi­tal­märk­ten der EU für be­stimm­te rus­si­sche Ban­ken und Un­ter­neh­men;ein Waf­fen­em­bar­go ge­gen Russ­land;ein Aus­fuhr­ver­bot für Gü­ter mit dop­pel­tem Ver­wen­dungs­zweck für mi­li­tä­ri­sche Zwe­cke/End­ver­brau­cher un­d­Aus­fuhr­be­schrän­kun­gen für be­stimm­te sen­si­ble Tech­no­lo­gi­en, die für die Öl­för­de­rung und -ex­plo­ra­ti­on ver­wen­det wer­den könn­ten.1An­hang der Durch­füh­rungs­ver­ord­nung (EU) 2022/261 des Ra­tes vom 23. Fe­bru­ar 2022 zur Durch­füh­rung der Ver­ord­nung (EU) Nr. 269/2014 über re­strik­ti­ve Maß­nah­men ge­gen Hand­lun­gen, die die ter­ri­to­ria­le Un­ver­sehrt­heit, Sou­ve­rä­ni­tät und Un­ab­hän­gig­keit der Ukrai­ne un­ter­gra­ben oder be­dro­hen.
17/06/2021
We­bi­nar Re­cor­ding: Ab­fall­wirt­schaft in CEE I Bos­ni­en und Her­ze­go­wi­na, Bul­ga­ri­en,...
11/06/2021
Ab­fall­wirt­schaft in CEE
Über wei­te­re Ent­wick­lung der Ab­fall­wirt­schaft in CEE le­sen Sie in un­se­rem kos­ten­lo­sen Abo­dienst CMS Law-Now.
19/04/2021
CMS Eu­ro­pean Re­al Es­ta­te Deal Point Stu­dy 2021
Die CO­VID-19-Pan­de­mie hat auf dem eu­ro­päi­schen In­vest­ment­markt Spu­ren hin­ter­las­sen, wenn auch we­ni­ger gra­vie­rend als zu­nächst er­war­tet. Das In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men lag rund 23 % nied­ri­ger als im vor­an­ge­gan­ge­nen Re­kord­jahr 2019. Da­bei zei­gen sich mit Blick auf das ge­sam­te Jahr im eu­ro­päi­schen Markt­ver­gleich er­heb­li­che Un­ter­schie­de. So wur­de auf dem deut­schen Im­mo­bi­li­en­markt im Jahr 2020 ein Rück­gang von 19 % im Ver­gleich zum Vor­jahr fest­ge­stellt. Mit die­sem In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men war Deutsch­land im ver­gan­ge­nen Jahr der zweit­größ­te Im­mo­bi­li­en­markt nach den USA und da­mit der größ­te in Eu­ro­pa. In Frank­reich und Ita­li­en ging das In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men hin­ge­gen um 35 % bzw. 28 % und in Tsche­chi­en so­gar um 56 % zu­rück.Auch der An­teil aus­län­di­scher In­ves­to­ren war in den Märk­ten spür­bar rück­läu­fig. Die As­set­klas­se Bü­ro blieb nach wie vor Spit­zen­rei­ter, mit Blick auf ver­stärk­te Ar­beit im Ho­me­of­fice je­doch mit deut­li­chen Ab­schlä­gen. Nicht über­ra­schend ist der wei­te­re An­stieg im Be­reich Lo­gis­tik. Die Pan­de­mie wirk­te sich aber auch auf die Kauf­ver­trä­ge und die durch­schnitt­li­che Trans­ak­ti­ons­dau­er aus. So setz­te sich der Trend zu eher käu­fer­freund­li­chen Re­ge­lun­gen durch, was durch sin­ken­de De-mi­ni­mis- und Bas­ket-Schwel­len so­wie Caps und län­ge­re Ver­jäh­rungs­fris­ten zum Aus­druck kommt. Im Schnitt wur­den zu­dem deut­lich län­ge­re Ver­trags­ver­hand­lun­gen fest­ge­stellt, ver­mehrt auch mit Trans­ak­ti­ons­ab­brü­chen.Das eu­ro­päi­sche In­vest­ment­vo­lu­men be­fin­det sich trotz des ver­zeich­ne­ten Rück­gangs nach wie vor auf ho­hem Ni­veau. Dies geht vor al­lem auf die an­hal­tend gu­ten Kre­dit­be­din­gun­gen so­wie auf den Man­gel al­ter­na­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen zu­rück. Wie sich das Im­mo­bi­li­en­in­vest­ment im Jahr 2021 ent­wi­ckelt, wird maß­geb­lich vom wei­te­ren Ver­lauf der Pan­de­mie ab­hän­gig sein. Wir freu­en uns, dass Frank Leuk­hardt, Ge­schäfts­füh­rer und Re­gio­nal Ma­na­ger bei Col­liers, uns ei­ne ers­te Ein­schät­zung hier­zu in ei­nem In­ter­view ge­ge­ben hat.Un­se­re neue CMS Eu­ro­pean Re­al Es­ta­te Deal Point Stu­dy 2021 um­fasst mitt­ler­wei­le über 1.900 Trans­ak­tio­nen. Wir zie­hen da­bei die im Zeit­raum 2010 bis 2020 be­treu­ten Trans­ak­tio­nen zum Ver­gleich her­an und kön­nen da­durch Ent­wick­lun­gen und Trends auf­zei­gen.Die Re­ak­tio­nen aus dem Markt zu un­se­rer Stu­die zei­gen, dass sie ein hilf­rei­ches Tool zur Vor­be­rei­tung von Ver­trags­ver­hand­lun­gen sein kann.
30/03/2021
Ho­me-Of­fice zwi­schen Kon­trol­le und Da­ten­schutz
Em­ploy­ment Snack
19/03/2021
Un­lau­te­re Han­dels­prak­ti­ken in der Agrar- und Le­bens­mit­tel­ver­sor­gungs­ket­te
In­ner­halb der Le­bens­mit­tel­ver­sor­gungs­ket­te tä­ti­ge Un­ter­neh­men soll­ten für 2021 ih­re Lie­fer­ver­ein­ba­run­gen über­prü­fen und ih­re Han­dels­prak­ti­ken mit den neu­en na­tio­na­len Vor­schrif­ten zur Um­set­zung der Richt­li­nie (EU) 2019/633 über un­lau­te­re Han­dels­prak­ti­ken in den Ge­schäfts­be­zie­hun­gen zwi­schen Un­ter­neh­men in der Agrar- und Le­bens­mit­tel­ver­sor­gungs­ket­te in Ein­klang brin­gen. Die Re­ge­lung zu un­lau­te­ren Han­dels­prak­ti­ken (eng­lisch: Un­fair Tra­ding Prac­tices, so­ge­nann­te UTPs) ist bis 1. Mai 2021 in na­tio­na­les Recht um­zu­set­zen. WAS? Die UTP-Re­ge­lung zielt dar­auf ab, Han­dels­prak­ti­ken zwi­schen Un­ter­neh­men (B2B) in der Agrar- und Le­bens­mit­tel­ver­sor­gungs­ket­te zu un­ter­bin­den, die gröb­lich von der gu­ten Han­dels­pra­xis ab­wei­chen, ge­gen das Ge­bot von Treu und Glau­ben und des red­li­chen Ge­schäfts­ver­kehrs ver­sto­ßen und ei­nem Han­dels­part­ner ein­sei­tig von ei­nem an­de­ren auf­ge­zwun­gen wer­den. Kurz, die Re­ge­lung soll land­wirt­schaft­li­che Er­zeu­ger oder na­tür­li­che oder ju­ris­ti­sche Per­so­nen, die Agrar- und Le­bens­mit­tel­pro­duk­te lie­fern, vor un­lau­te­ren Han­dels­prak­ti­ken schüt­zen. Die Richt­li­nie sieht vor, dass die na­tio­na­le Ge­setz­ge­bung zur Durch­set­zung der UTP-Re­ge­lun­gen zu­stän­di­ge Durch­set­zungs­be­hör­den be­nennt. WER? Die Re­ge­lun­gen gel­ten nicht au­to­ma­tisch für al­le Be­zie­hun­gen zwi­schen Lie­fe­ran­ten und Käu­fern. Die Re­ge­lun­gen kom­men dann zur An­wen­dung, so­fern ein er­heb­li­ches Un­gleich­ge­wicht in Be­zug auf die Ver­hand­lungs­macht be­steht; dies wird an­hand ei­nes Ver­gleichs der Jah­res­um­sät­ze der Par­tei­en er­mit­telt. WIE? Nach­dem den na­tio­na­len Ge­setz­ge­bun­gen bei der De­fi­ni­ti­on von UTPs ein wei­ter Er­mes­sens­spiel­raum zu­kommt, müs­sen Vor­sichts­maß­nah­men zur Fest­le­gung der Ge­schäfts­be­zie­hung ge­trof­fen wer­den, wo­bei min­des­tens die in der Richt­li­nie spe­zi­fi­zier­ten Be­din­gun­gen ent­hal­ten sein müs­sen. Die Lis­te der UTPs un­ter­teilt sich in Prak­ti­ken, die je­den­falls ver­bo­ten sind (z.B. über 30 oder 60 Ta­ge hin­aus­ge­hen­de Zah­lungs­fris­ten (je nach Art der Er­zeug­nis­se), ein­sei­ti­ge Än­de­run­gen be­stimm­ter Be­din­gun­gen ei­ner Lie­fer­ver­ein­ba­rung usw.), so­wie je­ne, die un­ter ge­wis­sen Um­stän­den ver­bo­ten sind (z.B. vom Lie­fe­ran­ten zu ver­lan­gen, die Kos­ten für Preis­nach­läs­se zu tra­gen oder für die Wer­bung zu zah­len oder nicht ver­kauf­te Er­zeug­nis­se oh­ne die Ver­pflich­tung des Käu­fers, für die­se oder de­ren Be­sei­ti­gung zu be­zah­len, zu­rück­zu­neh­men).
18/03/2021
CMS Em­ploy­ment Snack
Ha­ben Sie schon von den neu­es­ten ar­beits­recht­li­chen Ent­wick­lun­gen ge­hört? Mo­der­ne Ar­beits­wel­ten füh­ren zu noch nie da­ge­we­se­nen Her­aus­for­de­run­gen und auch die Pan­de­mie  bringt im Ar­beits­recht oft und sehr schnell Ver­än­de­run­gen mit sich.   Wie Sie den zahl­rei­chen ar­beits­recht­li­chen Fra­gen am bes­ten be­geg­nen, kön­nen Sie in un­se­rer We­bi­nar-Rei­he CMS Em­ploy­ment Snack – der Na­me ist Pro­gramm – por­ti­ons­wei­se, schön an­ge­rich­tet und gut ver­dau­lich (nach)hö­ren. Un­se­re Ar­beits­rechts­ex­per­tin­nen und –ex­per­ten in­for­mie­ren hier re­gel­mä­ßig über al­les, was Sie un­be­dingt wis­sen und be­ach­ten soll­ten. Da­bei ha­ben wir nicht nur die Rechts­la­ge in Ös­ter­reich, son­dern auch die Ju­ris­dik­tio­nen in CEE im Blick.  Der­zeit ste­hen fol­gen­de Epi­so­den un­se­res CMS Em­ploy­ment Snacks zur Ver­fü­gung – wir wün­schen viel Spaß beim Zu­hö­ren:
20/10/2020
Re­struk­tu­rie­rung und Mas­sen­ent­las­sun­gen
Em­ploy­ment Snack
14/07/2020
The Chan­ging Face of Cy­ber Claims 2020
Auf Ein­la­dung von Mar­sh, dem glo­ba­len Ex­per­ten auf dem Ge­biet der Ver­si­che­rungs­ver­mitt­lung und des Ri­si­ko­ma­nage­ments, und von dem IT-Be­ra­ter Wa­ves­to­ne hat CMS ei­nen Bei­trag zur Stu­die „The Chan­ging...
23/06/2020
In­ter­na­tio­nal Dis­pu­tes Di­gest – Som­mer­aus­ga­be
Will­kom­men zur Som­mer­aus­ga­be un­se­res In­ter­na­tio­nal Dis­pu­tes Di­gest, ei­ner halb­jähr­lich er­schei­nen­den Pu­bli­ka­ti­on mit Ana­ly­sen und Kom­men­ta­ren zu den wich­tigs­ten Trends, die der­zeit den glo­ba­len Markt...
21/01/2020
Emer­ging Eu­ro­pe M&A Re­port 2019/2020
Trotz der Tat­sa­che, dass sich das M&A Deal-Vo­lu­men in ganz Emer­ging Eu­ro­pe  1Al­ba­ni­en, Bos­ni­en und Her­ze­go­wi­na, Bul­ga­ri­en, Kroa­ti­en, Tsche­chi­sche Re­pu­blik, Un­garn, Mon­te­ne­gro, Po­len, Ru­mä­ni­en, Russ­land, Ser­bi­en, Slo­wa­kei, Slo­we­ni­en, Tür­kiye, Ukrai­ne­foot­no­te an sei­nem 10-Jah­res-Tiefst­stand be­fand, bleibt die Re­gi­on CEE wei­ter­hin ein An­zie­hungs­punkt für in­ter­na­tio­na­le so­wie Pri­va­te Equi­ty In­ves­ti­tio­nen. Das sind ei­ni­ge der Er­geb­nis­se des jüngs­ten, heu­te von CMS in Zu­sam­men­ar­beit mit EMIS ver­öf­fent­lich­ten Emer­ging Eu­ro­pe M&A Re­ports.In Emer­ging Eu­ro­pe wur­den 2019 ins­ge­samt 1,958 Deals ab­ge­schlos­sen, ein Rück­gang um 6,5% ge­gen­über 2018, bei ei­nem Ge­samt­wert von EUR 72,34 Mrd. (-10,1%). Ein Blick auf den 5-Jah­res-Durch­schnitt zeigt je­doch, dass die Re­gi­on nach wie vor re­la­tiv sta­bil ist, und dass vie­le Markt­seg­men­te ei­ne leb­haf­te Ak­ti­vi­tät ver­zeich­nen.An­zie­hungs­punkt für aus­län­di­sche und PE In­ves­ti­tio­ne­nEs gab zu­letzt ei­nen star­ken Auf­wärts­trend bei M&A-Trans­ak­tio­nen, die der­zeit fast 60% al­ler Trans­ak­tio­nen aus­ma­chen. Ein be­son­ders star­kes Wachs­tum ver­zeich­ne­ten von au­ßer­halb der Re­gi­on kom­men­de In­ves­ti­tio­nen. Kla­rer Spit­zen­rei­ter in der Rang­lis­te in­ter­na­tio­na­ler In­ves­ti­tio­nen nach An­zahl der Trans­ak­tio­nen wa­ren die USA, die 122 Deals ver­bu­chen konn­ten – ein An­stieg um 37% im Ver­gleich zu 2018. Von bri­ti­schen Un­ter­neh­men aus­ge­hen­de In­ves­ti­tio­nen er­höh­ten sich eben­falls (+9%), eben­so wie In­ves­ti­tio­nen aus an­de­ren west­eu­ro­päi­schen Län­dern, dar­un­ter Deutsch­land (+17%), Frank­reich (+19%) und Spa­ni­en (+133%).Aus Asi­en stam­men­de In­ves­ti­tio­nen in Emer­ging Eu­ro­pe ver­zeich­ne­ten 2019 eben­falls ei­nen star­ken An­stieg, bei ei­nem An­teil von 15,9% am Ge­samt­wert der M&A-Deals. Der Ge­samt­wert hat sich im Jah­res­ver­gleich mehr als ver­dop­pelt und er­reich­te 2019 EUR 11,5 Mrd.Chi­nas Prä­senz in der Re­gi­on wächst wei­ter; wert­mä­ßig war das Land der größ­te In­ves­tor in Emer­ging Eu­ro­pe: EUR 6,4 Mrd. – das Zwei­fa­che des Werts sei­ner In­ves­ti­tio­nen im Jahr 2018. Auch ein Wert­an­stieg der In­ves­ti­tio­nen aus Ja­pan (EUR 2,9 Mrd., +112%), Sin­ga­pur (EUR 607 Mio., +601%) und Süd­ko­rea (EUR 717 Mio., +1093%) in der Re­gi­on war zu ver­zeich­nen.Der Be­reich Pri­va­te Equi­ty konn­te 2019 wei­ter­hin auf sei­nem star­ken Fun­da­ment auf­bau­en und er­ziel­te mit 318 Deals (ge­gen­über 307) ein Re­kord­hoch. Der Sek­tor zeich­ne­te für 16,2% al­ler M&A-Deals ver­ant­wort­lich (ein An­stieg um 3,6% im Ver­gleich zu 2018), bei ei­nem Wert von EUR 22,66 Mrd. Die Ak­ti­vi­tät im Pri­va­te Equi­ty-Be­reich ver­teil­te sich gut auf die ge­sam­te Re­gi­on und gilt als ei­ne der we­sent­li­chen Trieb­kräf­te für die Zu­nah­me der Trans­ak­tio­nen über vie­le der ak­tivs­ten Sek­to­ren der Re­gi­on hin­weg, ein­schließ­lich: Te­le­kom und IT, Pro­du­zie­ren­de In­dus­trie und Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft. Käu­fer bzw. Ver­käu­fer aus dem Pri­va­te Equi­ty-Be­reich wa­ren 2019 an fünf Deals im Wert von je EUR 1 Mrd. und dar­über in der Re­gi­on be­tei­ligt – der größ­te da­von war der Kauf von Cen­tral Eu­ro­pean Me­dia En­t­er­pri­ses durch die PPF Group aus der Tsche­chi­schen Re­pu­blik um EUR 1,9 Mrd.Mit Blick auf den Bal­kan er­klärt Ra­di­vo­je Pe­tri­kić, CMS CEE Cor­po­ra­te Prac­tice Part­ner und Lei­ter des CMS Bü­ros in Ser­bi­en wie folgt: „Nach ei­ner un­ge­wöhn­lich star­ken Trans­ak­ti­ons­ak­ti­vi­tät in die­ser Re­gi­on in den letz­ten Jah­ren ha­ben sich die Zif­fern jetzt nor­ma­li­siert und schei­nen sich auf ei­nem halt­ba­ren Le­vel zu be­we­gen. Das aus­län­di­sche In­ter­es­se ist an­hal­tend stark, und so­wohl stra­te­gi­sche als auch Fi­nanz­in­ves­to­ren füh­len sich von den ge­bo­te­nen Mög­lich­kei­ten an­ge­zo­gen, von Pri­va­ti­sie­run­gen gro­ßer staat­li­cher Un­ter­neh­men in tra­di­tio­nel­len Sek­to­ren über Aus­stie­ge sei­tens Pri­va­te Equi­ty Fonds bis hin zu jun­gen in­no­va­ti­ven Start-ups.“He­len Rod­well, CMS CEE Cor­po­ra­te Prac­tice Part­ner und Lei­te­rin des CMS Bü­ros in Prag, da­zu: „Ob­wohl die An­zahl der Deals die­ses Jahr et­was ge­rin­ger war, ist das aus­län­di­sche In­ter­es­se an der Re­gi­on nach wie vor groß, bei ei­nem An­stieg der grenz­über­schrei­ten­den In­ves­ti­tio­nen um 14,6% im Jah­res­ver­gleich und star­ken In­ves­ti­ti­ons­zu­flüs­sen ins­be­son­de­re aus Asi­en, den USA und Groß­bri­tan­ni­en. In­ter­es­san­ter­wei­se scheint sich der Brex­it im Hin­blick auf In­ves­ti­tio­nen aus GB nicht er­heb­lich auf die Re­gi­on aus­ge­wirkt zu ha­ben; die An­zahl der Trans­ak­tio­nen blieb ge­gen­über dem Vor­jahr sta­bil. Auch der Pri­va­te Equi­ty-Be­reich hat sich 2019 wei­ter­hin wi­der­stands­fä­hig ge­zeigt, wäh­rend sich die Kom­pe­ten­zen im Hin­blick auf den Ab­schluss von Trans­ak­tio­nen im re­gio­nal Öko­sys­tem zu­neh­mend wei­ter­ent­wi­ckeln. In­ter­na­tio­na­le Fonds zei­gen ei­nen wach­sen­den Ap­pe­tit auf gro­ße Deals in der Re­gi­on, wäh­rend vie­le re­gio­na­le Part­ner ih­ren Heim­vor­teil nüt­zen, um sich klei­ne und mit­tel­gro­ße Deals zu schnap­pen, bzw. Part­ner­schaf­ten für grö­ße­re Trans­ak­tio­nen ein­ge­hen.“Füh­ren­de Sek­to­ren­An­ge­trie­ben durch das Wachs­tum des E-Com­mer­ce-Be­reichs, das die Nach­fra­ge nach La­ger­häu­sern und Ver­teil­zen­tren an­ge­kur­belt hat, war die Im­mo­bi­li­en- & Bau­wirt­schaft 2019 nach wie vor der ak­tivs­te Sek­tor in Emer­ging Eu­ro­pe, mit 378 Deals im Wert von EUR 16,6 Mrd.Der Be­reich Te­le­kom & IT war der zweit­größ­te so­wohl nach Wert als auch Vo­lu­men (EUR 12 Mrd. ver­teilt auf 300 Deals) und über­hol­te erst­mals die Pro­du­zie­ren­de In­dus­trie – was die zu­neh­men­de Be­deu­tung der Di­gi­ta­li­sie­rung und di­gi­ta­len Kom­mu­ni­ka­ti­on für die Re­gi­on wi­der­spie­gelt. Ein dies­be­züg­li­cher Mei­len­stein für den Sek­tor war un­ter an­de­rem der Kauf der bul­ga­ri­schen Vi­va­com durch die von BC Part­ners un­ter­stütz­te United Group im Wert von EUR 1,2 Mrd.Län­der Hot­spots­Wäh­rend die Re­for­men un­ter dem neu­en Prä­si­den­ten Wo­lo­dy­myr Se­lens­kyj all­mäh­lich grei­fen, hat die Ukrai­ne als das Land auf sich auf­merk­sam ge­macht, das man 2020 be­ob­ach­ten soll­te. Die Trans­ak­ti­ons­tä­tig­keit (+26%) er­reich­te auch wert­mä­ßig (+26,3%) ih­ren höchs­ten Stand seit 2013 und ließ er­ah­nen, was da noch kom­men könn­te. Was die grö­ße­ren Märk­te an­geht, so blie­ben die Deals in Russ­land und der Tur­kiye fast un­ver­än­dert, wäh­rend das Trans­ak­ti­ons­vo­lu­men in Ru­mä­ni­en ei­ne Zu­nah­me um 10% ver­zeich­ne­te.Laut CMS Re­port stie­gen die Trans­ak­ti­ons­wer­te 2019 in Po­len trotz ei­nes ins­ge­samt ab­neh­men­den Trans­ak­ti­ons­vo­lu­mens an. Dies war auf ei­ne an­nä­hern­de Ver­dop­pe­lung der mitt­le­ren Trans­ak­ti­ons­grö­ße zu­rück­zu­füh­ren, wo­bei Me­ga-Deals die Wer­te im M&A-Be­reich in die Hö­he trei­ben. Po­len ver­zeich­ne­te ei­ne stei­gen­de An­zahl von Deals im Be­reich von EUR 200 Mio. und dar­über – dar­un­ter der Ver­kauf von DCT Gdansk an ein An­le­ger­kon­sor­ti­um un­ter Be­tei­li­gung des pol­ni­schen Staats­fonds, um EUR 1,18 Mrd. – wäh­rend die Tsche­chi­sche Re­pu­blik die Über­nah­me des Gas­netz­be­trei­bers In­no­gy Grid durch ein von Mac­qua­rie aus Aus­tra­li­en an­ge­führ­tes Kon­sor­ti­um für EUR 1,8 Mrd. für sich ver­bu­chen konn­te.Ste­fan Stoya­nov, Glo­bal Head of M&A Da­ta­ba­se, EMIS, da­zu: „Nach­dem Mit­te des Jah­res be­fürch­tet wor­den war, dass die Trans­ak­ti­ons­tä­tig­keit in Emer­ging Eu­ro­pe dem glo­ba­len M&A-Be­reich bei des­sen star­ken Rück­gang fol­gen könn­te, er­wie­sen sich die letz­ten drei Mo­na­te des Jah­res als ziem­lich ro­bust. Meh­re­re Me­ga-Deals in der Re­gi­on und in Län­dern wie Po­len und Bul­ga­ri­en hal­fen den Ge­samt­wert von M&A-Trans­ak­tio­nen auf EUR 72,3 Mrd. zu trei­ben, was zwar im­mer noch ei­nen Rück­gang um 6,5% im Jah­res­ver­gleich be­deu­tet, aber an­ge­sichts des welt­wei­ten Ein­bruchs um fast 30% den­noch sehr po­si­tiv ist. Das An­la­ge­um­feld ins­ge­samt soll­te sich 2020 ver­bes­sern, da sich die Span­nun­gen im Han­dels­kon­flikt zwi­schen den USA und Chi­na nun all­mäh­lich zu le­gen schei­nen und im Hin­blick auf den Brex­it end­lich Klar­heit herrscht.“Die Key-Fin­dings der Stu­die auf ei­nen Blick­Die Trans­ak­ti­ons­vo­lu­men gin­gen 2019 in ganz Emer­ging Eu­ro­pe um 6,5% zu­rück­Aus­län­di­sche In­ves­ti­tio­nen stie­gen stark an, der Be­reich grenz­über­schrei­ten­de M&A um 14,6% (1.163 Deals)Pri­va­te Equi­ty In­ves­ti­tio­nen er­ziel­ten mit 318 Deals ein Re­kord­hoch, bei ei­nem An­teil von 16% al­ler ab­ge­schlos­se­nen Trans­ak­tio­nen­T­e­le­kom & IT über­tra­fen die Pro­du­zie­ren­de In­dus­trie als zweit­größ­ter Sek­tor beim Vo­lu­men (300 Deals im Jahr 2019, ge­gen­über 279 im Jahr 2018); sie­ben der 20 wert­mä­ßig größ­ten Trans­ak­tio­nen er­folg­ten in die­sem Sek­tor­Die Im­mo­bi­li­en- & Bau­wirt­schaft blieb mit 378 Deals der ak­tivs­te Sek­tor und war auch der Sek­tor mit dem höchs­ten Trans­ak­ti­ons­wert ins­ge­samt (EUR 16,6 Mrd.)Die Ukrai­ne macht deut­lich auf sich auf­merk­sam – mit ei­nem An­stieg der Trans­ak­ti­ons­vo­lu­men um 26% und ei­nem An­stieg der Trans­ak­ti­ons­wer­te um 26,3% im Ver­gleich zu 2018Die An­zahl der Ab­schlüs­se in Po­len und der Tsche­chi­schen Re­pu­blik ging zu­rück, der Trans­ak­ti­ons­wert ins­ge­samt in Po­len ver­zeich­ne­te je­doch ei­nen An­stieg um 68%Über den Emer­ging Eu­ro­pe M&A Re­port 2019/20Der „Emer­ging Eu­ro­pe M&A Re­port 2019/20” be­leuch­tet ba­sie­rend auf EMIS-M&A-Da­ten für den Zeit­raum 2012-2019 ak­tu­el­le Trends in 15 CEE/SEE-Län­dern. Ab­ge­run­det wer­den die­se durch Kom­men­ta­re, Ana­ly­sen und Pro­gno­sen von CMS.
02/07/2018
Fin­ding the ba­lan­ce: hu­man touch ver­sus high tech (Pu­bli­ka­ti­on auf Eng­lisch)
Von Ho­tels und Re­stau­rants wird zu­neh­mend er­war­tet, dass sie ei­ne neue und an­de­re Er­fah­rung ver­mit­teln; ei­ne, die man nicht so leicht ver­gisst, die sie von ih­ren Mit­be­wer­bern ab­hebt und die nicht nur...