Pressemitteilung - 04. Oktober 2023
Wie bei der diesjährigen Expo Real steht auch bei CMS das Thema ESG in der Immobilienbranche ganz oben auf der Agenda – und das aus gutem Grund. So ist sich die gesamte Immobilienwirtschaft der wachsenden Notwendigkeit bewusst, sich mit Klimawandel, Umweltauswirkungen, sozialer Inklusion und ethischer Unternehmensführung eingehend auseinanderzusetzen. ESG-Kriterien werden für die erfolgreiche Abwicklung von Immobilienprojekten immer wichtiger. Deshalb präsentiert CMS nun einen Leitfaden, der allen Immobilienakteuren in Österreich und CEE hilft, sich in diesem komplexen Themenfeld zurechtzufinden.
Ob Entwickler, Investoren, Eigentümer, Betreiber oder Aufsichtsbehörden, sie alle bewerten Immobilien zunehmend nach ESG-Kriterien und erkennen damit den enormen Einfluss an, den solche Projekte auf Umwelt und Gesellschaft haben. Wie die praktische Erfahrung von CMS zeigt, haben sich viele Unternehmen strengen ESG-Prinzipien verschrieben und betrachten die Einhaltung dieser Prinzipien nicht nur als rechtliche und strategische, sondern auch als moralische Verpflichtung. Schließlich fördert die Integration von ESG-Prinzipien die Resilienz, Wertschöpfung und langfristige Nachhaltigkeit in einem sich stetig verändernden globalen Umfeld.
Der CMS Expert Guide zu ESG-Kriterien erscheint für die Länder Österreich, Kroatien, Slowakei, Slowenien und Türkei und richtet sich an alle beteiligten Akteure wie die drei folgenden CMS Partner und Co-Autoren des Leitfadens bestätigen.
Nikolaus Weselik, Leiter der Fachgruppe für Bau- und Immobilienrecht: "ESG-Überlegungen werden immer wichtiger, da Faktoren wie Energieeffizienz, aber auch die Widerstandsfähigkeit gegen Naturgefahren und die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften bereits in der Bau- und Entwicklungsphase berücksichtigt werden müssen."
Gregor Famira, Leiter der regionalen Real Estate Praxisgruppe und Experte für Immobilientransaktionen in Österreich und CEE, analysiert das Thema aus einem anderen Blickwinkel, indem er tiefer in die Perspektive der Investoren eintaucht: "Investoren und ihre Kapitalgeber sind sich zunehmend bewusst, dass ESG ein Faktor ist, der den zukünftigen Wert einer Immobilie immer stärker beeinflussen wird."
Johannes Hysek, Partner im Real Estate Team mit umfangreicher Erfahrung in nationalen und internationalen Immobilientransaktionen, ergänzt: "Eigentümer und Betreiber sehen sich einem zunehmenden Druck ausgesetzt, alle Anforderungen an Energieeffizienz zu erfüllen und gleichzeitig strenge Vorschriften einzuhalten, insbesondere im Hinblick auf erneuerbare Energiequellen wie Photovoltaik."
Die wichtigsten Ergebnisse des CMS Expert Guide on ESG in Real Estate:
- Immobilienentwickler: Österreich strebt bereits bis 2040 Klimaneutralität an und übertrifft damit unter anderem durch ESG-konforme Gesetze und Regulierungsaktivitäten für den Immobilienentwicklungsbereich die Green-Deal-Ziele der EU. Gesetze wie das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWG) müssen zukünftig von Immobilienentwicklern besonders beachtet werden sowie Nachhaltigkeitsstrategien, strenge Energieeffizienzvorschriften, Sozialstandards, und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. Die Einhaltung dieser Strategien und Vorschriften ist von wesentlicher Bedeutung, um eine nachhaltige und erfolgreiche Performance von Immobilienentwicklungsprojekten zu gewährleisten.
- Investoren: Investoren sind mit umfangreichen Vorschriften bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung, der Energieeffizienz, zu Mieterrechten und auch bei Due Diligence Prüfungen konfrontiert. Die Einhaltung von ESG-Kriterien beeinflusst auch maßgeblich Finanzierungsentscheidungen. Zu wichtigen Maßnahmen für Investoren zählen auch Energieausweise und freiwillige Zertifizierungen. Während das EU-Lieferkettengesetz (CSDDD) noch nicht umgesetzt ist, folgt das ESG-Reporting der Informationspflicht über Nachhaltigkeitsaspekte (NFRD) und wird mit der EU-Richtlinie CSRD erweitert. All das verdeutlicht, dass sich Immobilieninvestoren auf Österreichs Klimaziele und weiterhin steigende ESG-Standards einstellen müssen.
- Eigentümer/Betreiber: Die Wahl des richtigen Projektstandorts ist für die Energieeffizienz und die Einhaltung von ESG-Vorschriften von entscheidender Bedeutung, wobei dabei der Raumplanung, Bebauungsplänen und allfälligen Umweltverträglichkeitsprüfungen besondere Bedeutung zukommt. Österreich fördert insbesondere Gebäude mit nahezu Null-Energie-Bauweise (NZEB) und legt großen Wert auf den Schutz vor Naturgefahren. Weitere wesentliche Kriterien sind die ordnungsgemäße Abfallentsorgung, aber auch die Einhaltung von Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, Energieeffizienzkennzahlen und die ESG-Berichterstattung.