Das Phänomen Aktionärsaktivismus hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die „aktivistischen Aktionäre“ sind Fondsmanager (zumeist von Hedgefonds), die für gewöhnlich Minderheitsanteile an börsenotierten öffentlichen Unternehmen erwerben und anschließend eine aktive Beeinflussung der Unternehmensführung mit dem Ziel, für sich selbst und andere Investoren Gewinne zu erwirtschaften, verfolgen.
Es ist nicht zuletzt der Erfolg dieser Bestrebungen, der dafür verantwortlich ist, dass Aktionärsaktivismus heute verstärkt zu beobachten ist. Die aktivistischen Investoren fassen nun zusätzlich zu ihrem angestammten US-amerikanischen Markt immer öfter Ziele in Europa ins Auge.
In der Praxis fällt eine breite Palette unterschiedlicher Strategien unter den Begriff Aktionärsaktivismus: von feindlichen oder sogar vor Gericht ausgetragenen Angriffen auf das betroffene Unternehmen auf der einen Seite bis hin zu konstruktiven und auf Konsens abzielenden Gesprächen mit der jeweiligen Unternehmensführung auf der anderen Seite des Spektrums.
Für Unternehmen ist es essenziell, aktivistische Investoren zu verstehen und sich proaktiv mit ihnen zu befassen und zudem auch die rechtlichen Mittel zu kennen, mit welchen sie sich gegen für das Unternehmen und seine Aktionäre nachteilige Pläne wehren können.
Jede Rechtsordnung in Europa weist dabei ihre eigenen Besonderheiten, und zu einem gewissen Grad auch ihre eigene Gesetzgebung, auf. Die angehängte Publikation soll Ihnen die Situation in den wichtigsten Märkten Europas darlegen und zudem auf die wichtigsten Unterschiede zwischen diesen Märkten hinweisen.