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Die sehr turbulenten und von viel Unsicherheit geprägten letzten Jahre haben die Liquidität und Profitabilität von Unternehmen in zahlreichen Branchen schwer belastet. Trotz unterschiedlicher staatlicher Unterstützungsmaßnahmen (z. B. Energiekostenzuschüsse) sind viele Unternehmen in eine handfeste Krise gerutscht. Dies eröffnet Investierenden spannende Chancen.
Welche Chancen bieten sich für Investierende?
Für Investierende stellt ein Erwerb bzw. eine Beteiligung an einem solchen Unternehmen oftmals eine attraktive Möglichkeit dar, ein an sich solides Unternehmen zu einem attraktiven Preis zu erwerben und damit die eigene Marktposition zu festigen, neue Marktanteile zu gewinnen oder Beschaffungsquellen zu erschließen. Auch der Erwerb einzelner Vermögenswerte oder Sparten von krisengebeutelten Gesellschaften kann höchst attraktiv sein.
Bei derartigen Distressed M&A Transaktionen gilt es bei der Transaktionsabwicklung und der Vertragsgestaltung im Vergleich zu „normalen“ Transaktionen einige (insbesondere insolvenzrechtliche) Besonderheiten zu beachten. So sind einerseits eine Vielzahl von oft gegenläufigen Stakeholder-Interessen zu beachten – neben jenen von Investor:innen selbst auch Interessen von Gesellschaftsgläubigern, der Gesellschaft und deren Management, den Gesellschafter:innen oder jenen der Arbeitnehmer:innen. Andererseits sind mit derartigen Transaktionen auch besondere Risiken verbunden, die in der Vorbereitung und Umsetzung der Transaktion zu berücksichtigen sind.
Welche Risiken gilt es zu beachten?
Bei einem so-genannten Fire Sale (Abverkauf von Assets durch Verkaufende in der Krise) bestehen beispielsweise im Falle einer späteren Insolvenz der Verkaufenden folgende Risiken für die Kaufenden:
- Anfechtungsrisiken;
- Rücktrittsrecht des Insolvenzverwalters;
- Wechsel des Verhandlungspartners (Insolvenzverwalter) und Eröffnung eines Bieterverfahrens;
- Verlust von bereits geleisteten Anzahlungen; oder
- Verlust der Werthaltigkeit von Garantie- und Gewährleistungsansprüchen.
Ebenso birgt der Kauf eines in der Krise befindlichen Targets besondere Risiken, wie zum Beispiel das Scheitern einer geplanten Restrukturierung bzw. Sanierung, eingeschränkte Möglichkeiten der Durchführung einer Due Diligence Überprüfung oder der sehr reduzierte Wille des Verkaufenden zur Abgabe von Garantie- und Gewährleistungszusagen.
All dies gilt es bei – angesichts des umgehenden Liquiditätsbedürfnisses – meist sehr straffen Transaktions-Timelines zu bewältigen.
Durch professionelle und kompakte Vorbereitung und bedachtes Verhandeln der Vertragsdokumentation lassen sich diese Risiken an vielen Stellen minimieren und allenfalls sogar beseitigen. Sie eröffnen Investierenden spannende Investitionsmöglichkeiten in krisenbefangene Unternehmen und Assets.
Gerne unterstützen wir Sie mit unserer langjährigen Erfahrung und Expertise bei der Umsetzung von Distressed M&A Transaktionen.
"Distressed M&A Transaktionen stellen Investoren vor besondere Herausforderungen und Risiken, die es in sehr kurzer Zeit zu bewältigen gilt. Hierzu bedarf es für eine erfolgreiche Umsetzung neben optimierten Prozessen, professioneller Verhandlungsführung, versierter Vertragsgestaltung stets auch innovative und maßgeschneiderte Lösungen. Wir unterstützen Sie mit unserer langjährigen Erfahrung und Expertise gerne als verlässlicher Partner und Berater bei Ihrem Investment."
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