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Großteil des Transaktionsmarktes unter der Lupe - 134 Deals aus eineinhalb Jahren auf dem Prüfstand
Die erstmals erstellte Studie von CMS Hasche Sigle über abgeschlossene Transaktionen aus den letzten Monaten in Deutschland ist eine einmalige Dokumentation über die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise geworden. Die umfassende Untersuchung von 134 Deals der Wirtschaftskanzlei, deckt rund ein Viertel des gesamten Marktes für Unternehmenskäufe und –verkäufe ab. Sie ist in ihrer Einzigartigkeit ein repräsentatives Zeugnis für die Entwicklung des Wirtschaftsgeschehens. Die dabei offenbarten, klaren Trends zeigen im Ergebnis, dass durch den Einfluss der Krise am Finanzmarkt ab etwa Mitte 2007
- Die Transaktionsvolumina zurückgegangen sind
- Die Finanzinvestoren halten sich zurück
- Der Verkäufermarkt sich zum Käufermarkt gewandelt hat.
In einer Roadshow quer durch Deutschland hat CMS Hasche Sigle die Studie einem hochkarätigen Publikum aus Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Finanzvorständen präsentiert und dabei eine große Übereinstimmung festgestellt. „Das spannende ist, dass sich die Ergebnisse voll und ganz mit den Erfahrungen unserer Zuhörer decken. Wir wollten mit dieser in ihrer Art für Deutschland einmaligen Untersuchung einen umfassenden Überblick über die Lage auf dem inländischen Markt für Unternehmenstransaktionen gewinnen und das Ziel haben wir erreicht,“ sagte Dr. Thomas Meyding, Partner von CMS Hasche Sigle und Projektleiter der praxisnahen Untersuchung. „Wir haben zum richtigen Zeitpunkt mit unserer Untersuchung begonnen, um heute `just in time´ die klarenErgebnisse präsentieren zu können. Die Rückmeldungen des profilierten Publikums waren überwältigend positiv,“ so Meyding. An den Vortragsorten in den Wirtschaftsmetropolen Deutschlands hätten sich viele lebhafte Diskussionen über eigene Erfahrungen und die aktuelle Marktverfassungentwickelt.
Die Sozietät hat Transaktionen der eigenen Mandanten aus der Zeit zwischen Januar 2007 bis Juni 2008 in Deutschland ausgewertet. Insbesondere wurden typische Parameter der Transaktionsvereinbarungen, die sogenannten Deal Points, wie beispielsweise Garantien, Haftungshöchstgrenzen und Wettbewerbsverbote unterschiedlicher Transaktionen kategorisiert und anschließend miteinander verglichen. Thomas Meyding: „Jede Transaktion weist ihre individuellen Besonderheiten und Anforderungen auf, denen CMS Hasche Sigle mit maßgeschneiderten Lösungen begegnet. Dennoch bleibt die Finanzmarktkrise nicht ohne Auswirkungen auf die Parameter einer Transaktion, die Trends ergeben sich aus der CMS Hasche Sigle Studie!“
Die Unternehmenskäufe und –verkäufe sind überwiegend der Industrie (27,6 %) zuzuordnen, sowie den Dienstleistungen (21,6%), Technologie & Media (19,4%), den Bereichen Pharma, Energie,Finanzen und Versicherungen, Konsumgüter und Luxus.
Die drei Kernaussagen lauten im Detail:
- Rückgang der Transaktionsvolumina
- Der Anteil großer Transaktionen mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen Euro an der Gesamtzahl der Transaktionen sank von rund 25 % (1. Hj. 2007) auf 8 % (1. Hj. 2008).
- Zurückhaltung der Finanzinvestoren
- Während diese im ersten Halbjahr 2007 noch 23,5 % aller Käufer bzw. 33,3 % aller Verkäufer stellten, sank ihr Anteil in der ersten Hälfte 2008 auf 8,1 % bzw. 5,4 %.
- Wandlung vom Verkäufer- zum Käufermarkt
- Diese Beobachtung wird durch mehrere Einzelergebnisse der Studie belegt:
- Niedrige Haftungshöchstgrenzen
Bis Mitte 2007 wurden in gut einem Viertel der Transaktionen Haftungshöchstgrenzenunter 10 % des Kaufpreises vereinbart. Dies durchzusetzen gelang ein Jahr später keinem der einbezogenen Verkäufer mehr. - Verkäufergarantien für Unternehmensfinanzen – Deutliche Zunahme
Eine Garantie über die Höhe der Verbindlichkeiten wurde 2007 in nur etwa 30% der Fälleübernommen, im 1. Halbjahr 2008 waren es bereits 54 %.
Zuwachs ist auch bei den Eigenkapitalgarantien zu verzeichnen, die 2007 in rund 13 %, 2008 schon in rund 24 % der Fälle vereinbart wurden. - Sicherung der Finanzierung des Käufers als Closing-Bedingung – klare Zunahme
Vereinbarungen dieser Art fanden sich im Jahr 2007 in 21,6%, im 1. Halbjahr 2008 bereits in 37,8 % aller Fälle. - Kaufpreisanpassung nur zugunsten des Käufers - Trendwende
Mehr als 50 % der Transaktionsverträge regeln eine Kaufpreisanpassung. Eine Anpassung, die ausschließlich zugunsten des Käufers ausfallen kann, wurde in der ersten Hälfte 2007 nur in knapp 7 %, 2008 bereits in 30 % der Fälle vereinbart. - Niedrigere Freigrenzen – deutliche Zunahme
2007 lag der größte Anteil der vereinbarten Freigrenzen in einem Bereich zwischen 0,5 % und 1 % des Kaufpreises. Die Freigrenze ist der Betrag, den ein Ersatzanspruch des Käufers zunächst überschreiten muss, um (vollständig) ersatzfähig zu sein. 2008 hingegen überwiegen mit einem Bereich von 1 € bis 0,5 % des Kaufpreises deutlich niedrigere Freigrenzen.
- Niedrige Haftungshöchstgrenzen
Gesellschaftsrechtler Thomas Meyding wies als Fazit darauf hin, dass trotz der Finanzkrise nun eine günstige Zeit für strategische Käufer gekommen sei. Da sich die großen Fondsgesellschaften zunächst vom Markt zurückgezogen hätten, könnten deutsche Unternehmen durch den starken Euro nun Wettbewerbsvorteile für sich nutzen.
Kontakt CMS Hasche Sigle:
Dr. Thomas Meyding, Partner, Gesellschaftsrecht
Tel.: +49 (0) 71 19 76 43 89
E-Mail: thomas.meyding@cms-hs.com