Hauptansprechpartner:innen
Wo die physische Welt auf Algorithmen trifft. Rechtliche Begleitung an der Schnittstelle von Maschine, Daten und Verantwortung.
Worum geht es
Eine Querschnittsmaterie an der Naht von Technik und Recht
Robotik, Künstliche Intelligenz (KI) und cyber-physische Systeme (CPS) prägen den digitalen Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft. Sie verbinden Maschinenintelligenz, Sensorik und vernetzte Datenverarbeitung zu autonomen oder teilautonomen Systemen, die physisch mit ihrer Umwelt interagieren und sich selbstständig an neue Bedingungen anpassen. Die Anwendungen reichen von industrieller Automatisierung, Intralogistik, Verteidigung und Sicherheit über Medizin- und Pflegetechnik bis zu Mobilität, Energieversorgung und smarten Geräten im Alltag.
Während die Robotik auf die physische Ausführung mechanischer Systeme zielt, konzentriert sich die KI auf datengetriebene Entscheidungs- und Lernprozesse; cyber-physische Systeme bilden die Brücke und verknüpfen digitale Modelle mit realer Aktorik und Sensorik in Echtzeit. Mit zunehmender Autonomie rücken rechtliche und ethische Fragen in den Vordergrund:
- Wer haftet, wenn eine lernende Maschine fehlentscheidet?
- Wie sind die erhobenen Daten zu nutzen und zu schützen?
- Und welche Rahmenbedingungen fördern Innovation, ohne Sicherheit oder Grundrechte zu gefährden?
Robotics & Physical AI ist deshalb kein isoliertes Rechtsgebiet, sondern eine Querschnittsmaterie. Sie verbindet Produktsicherheit, KI-Regulierung, Haftung, IT-Sicherheit, Datenschutz und Datenrecht, IT-Vertrags- und Wettbewerbsrecht — und verlangt eine interdisziplinäre Betrachtung über den gesamten Innovationszyklus.
Ganzheitliche Begleitung — von der Idee bis zur internationalen Skalierung
Wir begleiten Unternehmen bei Entwicklung, Implementierung und Vermarktung von Robotik-, KI- und CPS-Technologien. Unser interdisziplinäres Team verbindet Technologie-, IP-, Daten- und Datenschutz-, Haftungs- und Regulierungsrecht und entwickelt praxisnahe Lösungen entlang des gesamten Innovationszyklus. Darüber hinaus beraten wir bei Transaktionen und Finanzierungen (Due Diligence, M&A, Joint Ventures, Beteiligungen), bei CE-Kennzeichnung, Konformitätsbewertung und Behördenkommunikation sowie in der Streitbeilegung und Prozessführung. Bei grenzüberschreitenden Vorhaben greifen wir auf das CMS-Netzwerk in über 50 Ländern zu.
Die Regulierungswelle
Ein ganzer Stapel neuer EU-Regime greift nahezu zeitgleich
Verkörperte KI ist einer der ersten Bereiche, in dem mehrere neue europäische Regelungsregime innerhalb weniger Jahre zusammenfallen. Die KI-Verordnung (VO (EU) 2024/1689) adressiert Hochrisiko-KI; die neue Maschinenverordnung (VO (EU) 2023/1230) erfasst erstmals ausdrücklich KI-Komponenten, Cybersicherheit und die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK); der Cyber Resilience Act (VO (EU) 2024/2847) verlangt „Security by Design“ und ein strukturiertes Schwachstellenmanagement; die neue Produkthaftungsrichtlinie (RL (EU) 2024/2853) stuft Software und KI ausdrücklich als „Produkt“ ein. Flankierend gelten der Data Act (VO (EU) 2023/2854) für vernetzte Produkte, NIS2 (RL (EU) 2022/2555) für die IT-Sicherheit von Betreibern sowie das Datenschutzrecht (DSGVO/BDSG) und das Lauterkeitsrecht (UWG, Stichwort „AI-Washing“).
Verkörperte KI berührt mehrere Rechtsgebiete zugleich
| Säule | Schwerpunkt |
| Datenschutz & Datenrecht | Daten an Bord. DSGVO/BDSG bei Kamera-, Audio- und Sensordaten; Data Act und Datenlizenzierung für vernetzte Roboter, bspw. für das Training von Foundation Models. |
| IT-Vertragsrecht | Verträge & Modelle. SLA, Lizenzierung, Open-Source-Compliance, „Robotics as a Service“ und IP-Strukturierung. |
| Haftung | Wer haftet? Produkthaftung und Produktbeobachtung bei autonomen und lernenden Systemen; Lieferketten- und Beweisfragen. |
| IT-Sicherheit | Security by Design. NIS2 und CRA: Schwachstellenmanagement, Meldewege und Nachweise in der technischen Dokumentation. |
| Produktsicherheit & Konformität | CE & Konformität. Maschinenverordnung, KI-VO, Konformitätsbewertung, CE-Kennzeichnung und harmonisierte Normen. |
| Wettbewerb | Faire Aussagen. UWG und „AI-Washing“: irreführende Autonomie-, Sicherheits- und Compliance-Claims im Marketing. |
Im Beratungsalltag
Fragen, die sich für Hersteller, Integrator:innen und Betreiber stellen
- Wem gehören die von vernetzten Robotern erzeugten Daten, und welche Zugangs- und Portabilitätspflichten folgen aus dem Data Act?
- Wie ist die datenschutzkonforme Verarbeitung von Kamera-, Audio- und Sensordaten zu gestalten?
- Welche Akteure im Lebenszyklus — Hersteller, Integrator:innen, Betreiber — treffen welche Pflichten?
- Wann gilt ein Roboter als Hochrisiko-KI-System, und wie greifen KI-VO und Maschinenverordnung ineinander?
- Wer haftet, wenn ein autonomes oder lernendes System einen Schaden verursacht?
- Welche Anforderungen stellen CRA und NIS2 an Cybersicherheit, „Security by Design“ und Meldewege?
- Welche Verträge (Entwicklung, Service, Zulieferung, Endkunden) sind anzupassen? Welche neuen Vertriebsmodelle ergeben sich (bspw. „Robotics as a Service“)?
- Wie lassen sich Aussagen zu Autonomie, Sicherheit und CE-Konformität rechtssicher formulieren?
- Welche Besonderheiten gelten im Defense-Bereich (KI-VO-Ausnahme, Dual-Use, Exportkontrolle)?
- Welche Fristen stehen wann an — und wie wird daraus ein belastbarer Compliance-Fahrplan?
Expertinnen und Experten für Robotik und verkörperte KI
Lokale Marktkenntnisse. Globale Perspektive.
Mit zukunftsorientierter Rechtsberatung begleiten wir Unternehmen auf ihrem Weg zum Erfolg. Unsere lokale Marktkenntnis verbinden wir mit globaler Perspektive und der Expertise unserer Anwältinnen und Anwälte weltweit. So erhalten Sie die Unterstützung, die Sie brauchen – national wie international.
Über CMS