Update BGH-Rechtsprechung zum Gesellschaftsrecht 05/2026
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Entscheidungen des II. Zivilsenats
Nichtanerkennung der Online-Beglaubigung durch einen österreichischen Notar
BeurkG § 16c Satz 1, 2, § 40a Abs. 1, 4 Satz 2; BNotO § 78p; öNotO § 69b Abs. 2 Satz 1 Nr. 1, 2, § 79 Abs. 9
Die österreichische Online-Beglaubigung gemäß § 79 Abs. 9 i.V.m. § 69b Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 oder 2 öNotO ist der deutschen Online-Beglaubigung sachlich nicht gleichwertig.
BGH, Beschluss vom 25. Februar 2026 – II ZB 13/24
Beschluss des II. Zivilsenats vom 25. Februar 2026 - II ZB 13/24
Zu den Anforderungen an eine wirksame Ladung des Gesellschafters zu einer Gesellschafterversammlung
GmbHG § 37 Abs. 2, § 51 Abs. 1
- Die Ladung einer Gesellschaft zur Gesellschafterversammlung einer GmbH kann nicht dadurch bewirkt werden, dass ihrem Geschäftsführer die Ladung einer anderen Gesellschaft zugeht, die dieser gleichfalls vertritt.
- Der Grundsatz der unbeschränkbaren Vertretungsmacht des Geschäftsführers einer GmbH gilt nicht für den Rechtsverkehr mit einer von einem Gesellschafter als Alleingesellschafter und Geschäftsführer beherrschten GmbH.
BGH, Urteil vom 5. Mai 2026 - II ZR 2/25
Urteil des II. Zivilsenats vom 5. Mai 2026 - II ZR 2/25
Feststellungsinteresse an der Gesellschafterstellung trotz Eintragung in die Gesellschafterliste einer GmbH
GmbHG § 16 Abs. 1 Satz 1; ZPO § 256 Abs. 1
Ein Interesse an der Feststellung der materiell-rechtlichen Gesellschafterstellung gegenüber einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung entfällt grundsätzlich nicht dadurch, dass der Gesellschafter in der in das Handelsregister aufgenommenen Gesellschafterliste eingetragen ist.
BGH, Urteil vom 21. April 2026 – II ZR 50/25
Urteil des II. Zivilsenats vom 21. April 2026 – II ZR 50/25
Entscheidung des XI. Zivilsenats
Geldwäschepflichten nach GwG und ZAG begründen keinen deliktischen Schadensersatzanspruch nach § 823 Abs. 2 BGB
BGB § 823 Abs. 2 Bf; ZAG § 10 Abs. 1 Satz 1; GwG § 10, § 15, § 43
- § 10 Abs. 1 Satz 1 ZAG kommt im Hinblick auf den Zweck der Sicherstellung der Einhaltung der Anforderungen des Geldwäschegesetzes keine weitergehende Schutzwirkung zugunsten der Vermögensinteressen einzelner Zahlungsdienstnutzer zu als den Vorschriften des Geldwäschegesetzes.
- §§ 10 ff., 43 GwG sind keine Schutzgesetze im Sinne von § 823 Abs. 2 BGB.
BGH, Urteil vom 21. April 2026 – XI ZR 232/23
Urteil des XI. Zivilsenats vom 21. April 2026 – XI ZR 232/23