Hamburg/London – Die internationale Wirtschaftskanzlei CMS hat die fünfte Ausgabe der CMS European Private Equity Study 2026 veröffentlicht, die eine detaillierte Analyse der Private-Equity (PE)-Transaktionen beinhaltet, bei denen CMS im Jahr 2025 beraten hat.
Die Studie betrachtet Daten von über 170 PE-Transaktionen in ganz Europa und vergleicht die wichtigsten Vertragsklauseln aus den Transaktionen des letzten Jahres mit Hunderten von Transaktionen früherer Jahre. Außerdem werden die Unterschiede zwischen M&A-Transaktionen durch Private Equity und strategischen Investoren hervorgehoben.
Zentrale Erkenntnisse: Hochs, Tiefs und neue Trends
- Private-Equity-Aktivität bleibt stabil: Das Transaktionsgeschäft blieb 2025 im Vergleich zum Vorjahr stabil, wobei sich PE-Investoren weiterhin auf Kapitaleinsatz konzentrieren. Neuinvestitionen machten 72 Prozent der Transaktionen aus, während die Zahl der Exits sank.
- Verschiebung zu käuferfreundlichen Klauseln: Weiterhin profitierten die Käufer von der Dynamik auf dem Markt: Die Verwendung von Regelungen zur Kaufpreisanpassung stieg auf 45 Prozent, MAC-Klauseln kamen häufiger zum Einsatz und Auktionen spielten eine geringere Rolle.
- Neugewichtung der Branchenaktivitäten: Mit 22 Prozent blieb der Technologiesektor die aktivste Branche, wobei Transaktionen im Bereich Immobilien und Industrie deutlich zunahmen. Das Transaktionsgeschäft im Bereich Energie und Klimawandel ging zurück.
- Systematische Preisgestaltung weiterhin an der Tagesordnung: Earn-outs und andere Preisbildungsmechanismen fanden weiterhin breite Anwendung, was anhaltende Bewertungsunterschiede und eine zurückhaltende Transaktionspraxis widerspiegeln.
Blick in die Zukunft - Ausblick auf das Jahr 2026:
PE-Investoren sollten sich im Jahr 2026 auf ein weiterhin anspruchsvolles Marktumfeld einstellen. Anhaltende Bewertungsunterschiede, geopolitische Unsicherheiten und angespannte Finanzierungsbedingungen bedeuten, dass eine selbstbewusste Positionierung bei der Preisdurchsetzung, strukturierte Konditionen und überzeugende Pläne zur Wertschöpfung Voraussetzung für Transaktionen sein werden.
Investoren in ganz Europa dürften Buy-out- und Add-on-Möglichkeiten favorisieren, bei denen sie operative Verbesserungen vorantreiben können. Die Stabilisierung der Anleihemärkte, anhaltend hohe Reserven an verfügbarem Kapital sowie die digitale Transformation durch den zunehmenden Einsatz von KI dürften die Transaktionsaktivität schrittweise ankurbeln. Für Unternehmen bedeutet dies ein selektiveres Investitionsumfeld, in dem gut positionierte, hochwertige Geschäftsmodelle mit einem klaren Wachstums- und Wertschöpfungskonzept eher Kapital anziehen.
Dr. Jacob Siebert, Partner bei CMS und Co-Head der internationalen Private-Equity-Gruppe, erklärt: „Der europäische Private-Equity-Markt zeigte sich im Jahr 2025 äußerst widerstandsfähig. Trotz anhaltender makroökonomischer Unsicherheit und eingeschränkter Ausstiegsmöglichkeiten blieb die Transaktionsaktivität stabil, wobei sich die Investoren weiterhin auf den Kapitaleinsatz und Neuinvestitionen konzentrierten. Gleichzeitig beobachten wir eine deutliche Weiterentwicklung der Marktpraxis, wobei der Schwerpunkt vermehrt auf einer disziplinierten Umsetzung, der Wertschöpfung innerhalb bestehender Portfolios und zunehmend strukturierten – und mitunter käuferfreundlicheren – Transaktionsbedingungen liegt.“
Narinder Jugpal, Partner bei CMS und Co-Head der internationalen Private-Equity-Gruppe, sagt: „Die europäische Private-Equity-Branche geht mit beträchtlichem Kapital in das Jahr 2026, doch ist es unwahrscheinlich, dass der Markt bloße Volumina an sich belohnen wird. Investoren müssen weiterhin diszipliniert und selektiv vorgehen, das gesamte Instrumentarium zur Umsetzung nutzen und sich dabei auf Geschäftsmodelle mit soliden Fundamentaldaten und nachweisbarem Wachstumspotenzial konzentrieren. Da KI und die digitale Transformation Investitionsstrategien zunehmend prägen, sind Investoren, die eine klare Vision für die Umsetzung und operative Verbesserung an den Tag legen, am besten aufgestellt, um Wertpotenziale zu erschließen und sich um hochwertige Investitionsmöglichkeiten zu bewerben.“
Die vollständige CMS European Private Equity Study 2026 finden Sie hier.
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