Drei Wochen, zwei Standorte und viele neue Eindrücke
Unser Praktikum bei CMS in Düsseldorf und Köln
Drei Wochen lang durften wir im Praktikumsprogramm von CMS in Düsseldorf und Köln erleben, wie der Alltag in einer internationalen Wirtschaftskanzlei aussieht. Neben der praktischen Mitarbeit in unseren juristischen Teams gehörten Fachvorträge, Gespräche mit Anwält:innen und gemeinsame Veranstaltungen zum Programm. Nach den drei Wochen steht für uns fest: Der Kanzleialltag unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem, was wir aus dem Jurastudium kennen.
Zwei Standorte, ein Praktikumsprogramm
Das Praktikumsprogramm verbindet die Standorte Düsseldorf und Köln. Einmal pro Woche trafen sich beide Gruppen in Düsseldorf, einmal in Köln. An diesen Tagen fand am jeweiligen Standort ein gemeinsames Programm statt. An den übrigen Tagen arbeiteten wir an unserem zugeteilten Standort in unseren Teams.
Der Kölner Standort befindet sich in einem der drei Kranhäuser im Rheinauhafen. Schon beim ersten Besuch war es beeindruckend, in einem dieser architektonischen Highlights mit Blick auf den Kölner Dom zu stehen und dort einen authentischen Eindruck des Kanzleialltags zu erhalten. Auch der Düsseldorfer Standort hat einiges zu bieten. Das moderne Büro liegt zentral in der Innenstadt, der Carlsplatz ist direkt um die Ecke und auch die Königsallee ist nur wenige Gehminuten entfernt. Das Highlight ist die Dachterrasse, die bei gemeinsamen Veranstaltungen für eine einzigartige Atmosphäre sorgt.
Training on the Job – Mittendrin statt nur dabei
An drei Tagen der Woche arbeiteten wir in unseren Teams. Entsprechend unseren Interessen wurden wir verschiedenen Rechtsbereichen zugeteilt und durften dort bei konkreten Aufgaben mitwirken. Das Aufgabenspektrum war dabei sehr vielfältig: Von der Mitarbeit an Schriftsätzen über Abmahnungen, Datenanalysen und Investitionsprüfungen bis hin zur Erstellung von Gutachten war alles dabei.
Hierbei wurde der Unterschied zum Studium schnell deutlich. Während im Studium meist die juristische Lösung eines abstrakten Sachverhalts im Vordergrund steht, bekamen wir im Rahmen des Praktikumsprogramms brandaktuelle Mandate auf den Tisch. Durch die uns zugeteilten Aufgaben konnten wir unser theoretisches Wissen anwenden, eigene Lösungsansätze entwickeln und lernten dabei, selbstständig zu arbeiten und Probleme zu erkennen sowie zu lösen. Gleichzeitig wurde von uns noch nicht die Routine ausgebildeter Jurist:innen erwartet. Wir wurden in unserem Team gefordert, aber nicht überfordert. Damit wir uns von Anfang an gut zurechtfanden, stand jedem von uns ein:e eigene:r Mentor:in als feste Ansprechperson zur Seite. Aufgaben wurden ausführlich erklärt und Rückfragen waren ausdrücklich erwünscht. So konnten wir uns an praktischen Problemstellungen erproben, ohne sofort Perfektion abliefern zu müssen. Weil uns die Arbeit in den Teams so gut gefallen hat, war es umso besser, dass CMS uns die Möglichkeit bot, das dreiwöchige Praktikum auf bis zu sechs Wochen zu verlängern.
Fachvorträge, die mehr sind als eine weitere Vorlesung
Zusätzlich zur Arbeit in den Teams gab es Fachvorträge, in denen wir verschiedene Bereiche der Kanzlei kennengelernt haben. In den ersten beiden Wochen ging es unter anderem um Dispute Resolution und Arbitration, Real Estate, Insolvenzrecht, M&A, Intellectual Property, Steuerrecht und Legal Tech. Die Fachvorträge verbanden die Vorstellung des jeweiligen Rechtsgebiets mit praxisnahen Einblicken aus dem anwaltlichen Alltag. Für uns entstand dadurch ein differenzierteres Bild der verschiedenen Tätigkeitsmöglichkeiten innerhalb einer internationalen Großkanzlei. Einige Rechtsgebiete kannten wir bereits aus dem Studium, andere begegneten uns im Rahmen des Praktikumsprogramms bei CMS zum ersten Mal. Die Vorträge zeigten dabei nicht nur, welche rechtlichen Fragen in den einzelnen Bereichen eine Rolle spielen, sondern auch, wie unterschiedlich die anwaltliche Tätigkeit je nach Schwerpunkt aussehen kann. Besonders spannend waren die Highlights und Insights aus echten Mandaten. Zudem hatten wir neben den Fragerunden im Anschluss an die einzelnen Vorträge bei einer offenen Fragerunde mit zwei Partner:innen und zwei Anwält:innen die Möglichkeit, alle uns noch offenen Fragen zu klären.
Networking, ganz nebenbei
Auch außerhalb des fachlichen Programms gab es regelmäßig Gelegenheit zum Austausch, zum Beispiel beim gemeinsamen Mittagessen, bei Standortveranstaltungen oder Aktivitäten mit den anderen Praktikant:innen. Schon am zweiten Tag fand in Düsseldorf ein Get-together auf der Dachterrasse statt, bei dem wir mit Anwält:innen aus verschiedenen Teams ins Gespräch kamen. Ähnlich unkompliziert ging es im Büroalltag weiter, etwa in der Küche oder in kurzen Pausen. Besonders bereichernd für die Praktikantengruppe war der regelmäßige Wechsel zwischen den Standorten. Obwohl wir in unterschiedlichen Teams im Büro arbeiteten, verbrachten wir durch die gemeinsamen Programmpunkte viel Zeit miteinander. So konnten wir uns gut über unsere Aufgaben und Erfahrungen austauschen.
Über die Grenzen des Rheinlands hinaus ermöglichte uns das virtuelle Treffen „Mein Standort – Dein Standort“ sogar einen deutschlandweiten Austausch mit allen CMS-Praktikant:innen. Um den anderen zu zeigen, was die Arbeit in ihrem Büro besonders macht, hatten die Teams im Vorfeld Videos gedreht, um ihre Standorte vorzustellen. Die anschließende Präsentation bot eine ideale Gelegenheit, um sich bundesweit zu connecten.
Erlebnisse abseits des Schreibtischs – Das Rahmenprogramm
Neben der Arbeit im Team und dem Networking im Büro durften natürlich auch die gemeinsamen Freizeitaktivitäten nicht zu kurz kommen. Das Programm führte uns quer durch beide Städte: Bei einer Führung durch den Düsseldorfer Medienhafen genossen wir das Panorama vom Rheinturm und kamen anschließend bei fantastischer arabischer Küche zu einem gemütlichen Abend zusammen. Auch der Blick über den Tellerrand der klassischen Kanzleiarbeit war Teil des Programms. Bei einem Besuch des Kölner Verwaltungsgerichts erhielten wir einen spannenden Einblick in den Richterberuf und durften als Zuschauer hautnah an drei Gerichtsterminen teilnehmen. Den krönenden Abschluss des Programms bildete das Sommerfest des Kölner Standorts im Deutschen Sport- und Olympiamuseum im Zollhafen, an dem natürlich auch die Düsseldorfer Praktikant:innen willkommen waren. Nach einer interaktiven Museumsführung, die uns alle zum Mitmachen und Ausprobieren einlud, stießen wir auf die vergangenen Wochen an und ließen den letzten gemeinsamen Abend bei einem leckeren BBQ auf der Rheinterrasse ausklingen.
Was das Praktikum für uns besonders gemacht hat
Am meisten überzeugt hat uns die Mischung aus fachlicher Herausforderung und persönlicher Atmosphäre. Wir bekamen spannende Einblicke in die Arbeit einer Großkanzlei, ohne uns allein gelassen zu fühlen. Fragen waren jederzeit gewünscht, wir wurden von unseren Teams unterstützt und durften gleichzeitig selbstständig mitarbeiten. Aus einem zunächst eher anonymen Praktikumsstart wurde so innerhalb kürzester Zeit eine Gruppe, in der man sich gerne auch nach Feierabend traf.
Nach dem Praktikumsprogramm bei CMS im Herbst 2026 können wir sagen: Wir haben viel gelernt und die Zeit sehr genossen. Wir wurden von Anfang an offen und herzlich aufgenommen und bedanken uns für die vielen Einblicke und die tolle Zeit.
Autor:innen: Jakob Bertele, Hanna Melea Brunk und Linja Voigt aus Düsseldorf sowie Jana Thalemann aus Köln
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