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CMS European M&A Study 2020

März 2020

Die CMS Corporate/M&A Gruppe freut sich, die zwölfte Ausgabe der European M&A Study vorstellen zu dürfen.

Die diesjährige Studie untersucht 466 Aktien- und Asset-Deals, bei denen CMS in Europa im Jahr 2019 beraten hat. Obwohl sich der europäische M&A-Markt im Jahr 2019 aufgrund politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten abgeschwächt hat, gelang es CMS im dritten Jahr in Folge, die Anzahl der Deals zu steigern und bei mehr Transaktionen zu beraten als jede andere Kanzlei in Europa.

Die Studie belegt die Fortsetzung bestehender Markttrends in ganz Europa, insbesondere „verkäuferfreundliche“ Bedingungen und Warranty-&-Indemnity-Versicherungen (W&I) als Ersatz oder Ergänzung einer Garantieabdeckung durch die Verkäufer. Wir sehen weiterhin deutliche Unterschiede zum US-Markt in der Risikoverteilung, die in den USA im Allgemeinen günstiger für Käufer ist. Ansonsten ist die Marktpraxis in den letzten fünf Jahren im Großen und Ganzen unverändert geblieben, insbesondere in Bezug auf Klauseln für Kaufpreisanpassungen, die Anwendung von Locked-Box-Strukturen, Haftungsobergrenzen, Earn-Outs und die Absicherung von Garantieansprüchen.

Die wesentlichen Ergebnisse der Studie 2020 enthalten:

  • Aufwärtstrend bei Legal Tech Tools – KI und Dokumentenautomatisierung wurden bei zahlreichen untersuchten Transaktionen eingesetzt, was häufig erhebliche Kosteneinsparungen mit sich brachte.
  • Steigende Beliebtheit von Warranty-&-Indemnity-Versicherungen (W&I) – Steigerung um 2 Prozentpunkte auf 19 % aller Deals und Einsatz bei fast der Hälfte der Transaktionen mit einem Wert von über 100 Mio. EUR.
  • Schrittweiser Rückgang von Kaufpreisanpassungen – bei 45 % aller Transaktionen ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr, aber deutlich unter dem Durchschnittsniveau der letzten drei Jahre.
  • Anhaltender Aufwärtstrend bei Locked-Box-Regelungen – bei 56 % der Transaktionen ohne Kaufpreisanpassung, was den Wunsch der Parteien nach größtmöglicher Sicherheit unterstreicht.
  • De Minimis- und Basket-Regelungen werden Marktstandard – sie werden jetzt bei der Mehrheit (73 % bzw. 66 %) der Transaktionen vereinbart, was höchstwahrscheinlich den zunehmenden Einsatz von W&I-Versicherungen widerspiegelt.
  • Haftungshöchstgrenzen (Caps) werden von der Transaktionsgröße und der W&I-Versicherung bestimmt – die Gesamtobergrenze liegt bei kleineren Transaktionen am häufigsten beim vollen Kaufpreis, bei größeren Transaktionen hingegen nur bei 10-25 %. Darüber hinaus gelten bei fast der Hälfte (45 %) der W&I-versicherten Transaktionen Caps von weniger als 10 % des Kaufpreises, wohingegen das nur bei 10 % der Transaktionen ohne W&I-Versicherung der Fall ist.

Wir analysieren den Markt von 2019 und berichten über die aktuellen Marktstandards für die Risikoverteilung bei M&A-Transaktionen, wobei wir 2019 mit 2018 und dem vorangegangenen Neun-Jahres-Durchschnitt für 2010-2018 vergleichen.

Die besonderen Merkmale der Studie:

  • CMS-Trendindex – wir stellen einen CMS-Trendindex bereit, der die aktuelle Sachlage oder Entwicklung zu dem jeweiligen Einzelthema verdeutlicht und den Stand 2019 mit 2018 und/oder dem Neun-Jahres-Zeitraum 2010 bis 2018 vergleicht.
  • CMS-Vergleich der Risikoverteilung Europa/USA – wir bieten eine Headline-Analyse der unterschiedlichen Risikoverteilung in Bezug auf Standardrisiken im europäischen und im US-Markt.
  • CMS-Analyse der regionalen Unterschiede innerhalb Europas – wir beleuchten diverse Besonderheiten, die in einzelnen oder mehreren der sechs von uns abgedeckten europäischen Regionen vorkommen.
  • CMS-Transaktionswertanalyse – wir haben unsere Daten nach drei Deal-Wert-Kategorien analysiert: erstens, Transaktionen bis 25 Mio. EUR; zweitens, Transaktionen von 25 bis 100 Mio. EUR und drittens, Transaktionen mit einem Wert von mehr als 100 Mio. EUR.

Wir hoffen, dass Ihnen die CMS European M&A Study 2020 wieder als hilfreicher Leitfaden in einem immer schwieriger werdenden Investitionsklima dienen wird.


Veröffentlichung
CMS European M&A Study 2020 - Vorschau
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Autoren

Dr. Maximilian Grub
Partner
Stuttgart
Nick Crosbie
Nick Crosbie
Partner
London
Patrick Speller
Patrick Speller
Partner
London