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Sustainable Finance

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Im Dezember 2019 wurde von der Europäischen Kommission der Europäische Green Deal vorgestellt. Hierin verpflichtet sich die Europäische Union bis 2050 zum ersten klimaneutralen Wirtschaftsraum der Welt zu werden. Bei der Umsetzung dieses Vorhabens wird der Finanzsektor eine Schlüsselrolle einnehmen. Zur Umsetzung des Green Deals sind Investitionen in erheblichem Ausmaß geplant, mit denen (privates) Kapital für umweltfreundliche Projekte in ganz Europa mobilisiert werden soll. 

Schon in den letzten Jahren hat sich der Markt für nachhaltige Investitionen rasant entwickelt und es werden weiter neue Produkte hinzukommen. So haben grüne Finanzprodukte z.B. Green Bonds, deren Emissionserlöse ausschließlich für grüne nachhaltige Zwecke verwendet werden dürfen, einen rasanten Wachstumskurs hingelegt. 

Im Finanzierungsbereich haben neben den klassischen grünen Finanzierungen, bei denen die Mittel zur Finanzierung grüner Projekte verwendet werden müssen, im Jahr 2019 auch die sogenannten Sustainability Linked Loans verstärkt den deutschen Finanzmarkt erobert. Die Verwendung des Darlehens ist hier nicht auf grüne Zwecke beschränkt. Vielmehr werden die Finanzierungskosten an die Nachhaltigkeitsperformance des Darlehensnehmers gekoppelt. 

Ein branchenweites einheitliches Verständnis von nachhaltigen Anlagen gibt es aber bislang noch nicht. Zwar haben sich im Markt teilweise bereits Standards und Empfehlungen entwickelt (so z. B. die Green Bond Principles der International Capital Market Association (ICMA) oder die Sustainability Linked Loan Principles der Loan Market Association (LMA)), es gibt aber noch keine gesetzlichen Grundlagen. Nun erlässt die EU ein Gesetzgebungspaket für nachhaltiges Investieren, mit dem u.a. der Begriff der Nachhaltigkeit harmonisiert werden soll. Nachfolgend geben wir einen kurzen Überblick über die ESG-Regulierungsvorhaben:

Taxonomie-Verordnung

Die Taxonomie für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten im EU-Recht (Verordnung (EU) 2020/852 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der VO (EU) 2019/2088 ("Taxonomie-Verordnung")) ist das Kernstück des Gesetzgebungspakets. Hierin wird verbindlich festgelegt, wann eine Wirtschaftstätigkeit ökologisch nachhaltig ist. In Anbetracht des wachsenden Marktes für grüne Finanzprodukte soll u.a. durch die Entwicklung eines einheitlichen Begriffsverständnisses der Gefahr eines "Green Washing" entgegengewirkt werden. Die Taxonomie richtet sich an EU-Mitgliedsstaaten, an Finanzmarkteilnehmer, die Finanzprodukte anbieten sowie an Unternehmen, die verpflichtet sind eine nichtfinanzielle Erklärung zu veröffentlichen. Am 18. Juni 2020 wurde die Taxonomie-Verordnung vom Europäischen Parlament verabschiedet. Am 12. Juli 2020 (20 Tage nach Veröffentlichung im Amtsblatt) ist die Verordnung in Kraft getreten. 

Am 21. April 2021 hat die EU-Kommission im Wege einer Delegierten Verordnung die sog. technischen Bewertungskriterien für die Bestimmung eines wesentlichen Beitrags zu den ersten beiden Umweltzielen Klimaschutz und Anpassung and den Klimawandel festgelegt. Der delegierte Rechtsakt wird zum 1. Januar 2022 in Kraft treten. Zu den übrigen Umweltzielen (Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser und Meeresressourcen, Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft, Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung und Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme) sollen die delegierten Rechtsakte bis zum 31. Dezember 2021 erlassen werden, um zum 1. Januar 2023 in Kraft zu treten.

Offenlegungsverordnung

Die Verordnung (EU) 2019/2088 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor ("Offenlegungsverordnung") verpflichtet institutionelle Anleger und Vermögensverwalter offenzulegen, inwieweit Nachhaltigkeitsrisiken in dem Investitionsentscheidungsprozess berücksichtigt wurden. Durch die Harmonisierung der offenzulegenden Informationen soll Endanlegern eine Vergleichbarkeit von Finanzprodukten ermöglicht werden. 

Die Offenlegungsverordnung ist Ende Dezember 2019 in Kraft getreten. Die wesentlichen Bestimmungen sind ab März 2021 anwendbar.

Benchmark-Verordnung

Mit der Verordnung (EU) 2019/2089 zur Änderung der Verordnung (EU) 2016/1011 hinsichtlich EU-Referenzwerten für den klimabedingten Wandel, hinsichtlich auf das Übereinkommen von Paris abgestimmter EU-Referenzwerte sowie hinsichtlich nachhaltigkeitsbezogener Offenlegungen für Referenzwerte  ("Benchmark-Verordnung") soll ein harmonisierter Rechtsrahmen für die bereits auf dem Markt verfügbaren Kategorien für CO2-arme Indizes geschaffen werden. Es werden dafür zwei neue Kategorien für Referenzwerte eingeführt: i) EU-Referenzwert für den klimabedingten Wandel und ii) Referenzwert der als Paris-abgestimmter EU-Referenzwert bezeichnet wird. Hieraus ergeben sich folgende Anforderungen:

EU-Referenzwerte für einen klimabedingten Wandel werden so ausgewählt, dass sich das daraus resultierende Referenzwert-Portofolio auf einem Dekarbonisierungszielpfad befindet. Beim Paris-abgestimmten EU-Referenzwert werden Vermögenswerte so ausgewählt, gewichtet oder ausgeschlossen, dass die CO2-Emissionen des daraus resultierenden Referenzwert Portofolios auf die ehrgeizigeren Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens ausgerichtet sind. Die neuen Bestimmungen schreiben auch vor, dass die Administratoren in ihren Stellungnahmen offenlegen müssen, inwieweit sie ESG-Faktoren bei der Bereitstellung von Referenzwerten Rechnung tragen. 

Die Benchmark-Verordnung ist am 10. Dezember 2019 in Kraft getreten. Ab 30. April 2020 finden wesentliche Pflichten Anwendung.

Environmental, Social and Governance - ESG

Timeline: Regulierungsvorhaben und andere in diesem Zusammenhang relevante Ereignisse

Sustainable Finance - ESG-Timeline

(Stand 21.04.2021)


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29/11/2021
Am­pel 2021 - Aus­wir­kun­gen des Ko­ali­ti­ons­ver­tra­ges
Stand: 30.11.2021  Die Am­pel­ko­ali­ti­on aus SPD, Grü­ne und FDP ha­ben in Ber­lin ih­ren Ko­ali­ti­ons­ver­trag für die Jah­re 2021 bis 2025 vor­ge­stellt. Mit den The­men­schwer­punk­ten Kli­ma und Di­gi­ta­li­sie­rung will das Drei­er­bünd­nis die so­zia­le Markt­wirt­schaft in ei­ne so­zi­al-öko­lo­gi­sche Markt­wirt­schaft ver­wan­deln. In ih­rer Pres­se­kon­fe­renz spricht die kom­men­de Re­gie­rung von der größ­ten Mo­der­ni­sie­rung der Wirt­schaft seit über hun­dert Jah­ren. Wie die­se um­ge­setzt wer­den soll, wel­che Chan­cen sich für Ihr Un­ter­neh­men er­ge­ben und auf wel­che The­men­fel­der Sie ein be­son­de­res Au­gen­merk le­gen soll­ten, ha­ben wir für Sie zu­sam­men­ge­stellt.
31/05/2021
CMS be­rät Tech-Start-up AM­PEERS EN­ER­GY bei Be­tei­li­gung durch die Ös­ter­rei­chi­sche...
Mün­chen – Die Ös­ter­rei­chi­sche Bun­des­im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaft (BIG) be­tei­ligt sich im Rah­men ei­ner Fi­nan­zie­rungs­run­de mit 25,1 Pro­zent am deut­schen Start-up AM­PEERS EN­ER­GY – dem SaaS-Spe­zia­lis­ten für...
19/05/2021
CMS be­glei­tet hep glo­bal GmbH bei er­folg­rei­cher Plat­zie­rung ei­nes Green...
Frank­furt/Main – Die hep glo­bal GmbH, ein in­ter­na­tio­na­ler Spe­zia­list für die Ent­wick­lung, Rea­li­sie­rung und Be­triebs­füh­rung von Pho­to­vol­ta­ik-Pro­jek­ten, mit Sitz in Güg­lin­gen, hat ih­ren 6,5 Pro­zent...
30/04/2021
Neu­es Sustainable Fi­nan­ce Pa­cka­ge der EU-Kom­mis­si­on
Le­vel 2-Maß­nah­men zur Ta­xo­no­mie, Vor­schlä­ge zur Nach­hal­tig­keits­be­richt­er­stat­tung von Un­ter­neh­men und Nach­hal­tig­keitsprä­fe­ren­zen bei der An­la­ge­be­ra­tung. Der Bei­trag Neu­es Sustainable Fi­nan­ce Pa­cka­ge...
24/02/2021
CMS be­rät die En­BW bei Be­tei­lung der Com­merz Re­al an ei­nem Port­fo­lio von...
Stutt­gart – Die En­BW En­er­gie Ba­den-Würt­tem­berg AG hat 49,9 Pro­zent der An­tei­le ei­nes Port­fo­li­os von 14 Ons­hore-Wind­parks mit 47 Wind­ener­gie­an­la­gen und ei­ner Ge­samt­leis­tung von 133 Me­ga­watt an den Im­pact­fonds...
09/02/2021
Nach­hal­ti­ge Steu­er­po­li­tik an­te por­tas – Steu­er­li­che Len­kungs­me­cha­nis­men...
As­pek­te der Nach­hal­tig­keit wie Um­welt- und Kli­ma­schutz rü­cken ver­stärkt in den Fo­kus der steu­er­li­chen Ge­setz­ge­bung. Der Bei­trag Nach­hal­ti­ge Steu­er­po­li­tik an­te por­tas – Steu­er­li­che Len­kungs­me­cha­nis­men...
01/02/2021
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Stutt­gart – De­me­ter, ein füh­ren­der eu­ro­päi­scher Pri­va­te-Equi­ty-In­ves­tor im Nach­hal­tig­keits­be­reich, hat in die Cu­cu­lus GmbH, ei­nen füh­ren­den Ent­wick­ler von Soft­ware­lö­sun­gen für kri­ti­sche In­fra­struk­tu­ren...
09/12/2020
Eu­ro­päi­scher Green Bond Stan­dard oder „Was ist ei­gent­lich grün?“
Der Markt für Green Bonds boomt. Nach­dem im Jahr 2007 die welt­weit ers­te grü­ne An­lei­he von der Eu­ro­päi­schen In­ves­ti­ti­ons­bank (EIB) be­ge­ben wur­de, ist mit der Ver­ab­schie­dung der Sustainable De­ve­lop­ment...
28/09/2020
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Bis 2050 möch­te die EU zum ers­ten kli­ma­neu­tra­len Kon­ti­nent wer­den. Um die­ses Ziel zu er­rei­chen, hat die Prä­si­den­tin der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on Ur­su­la von der Ley­en kürz­lich ver­schärf­te EU-Kli­ma­zie­le...
07/07/2020
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24/06/2020
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10/01/2020
CMS be­glei­tet Te­le­fó­ni­ca Deutsch­land bei Ab­schluss ei­nes Sustaina­bi­li­ty-Lin­ked...
Frank­furt/Main – Als ers­tes deut­sches Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men hat Te­le­fó­ni­ca Deutsch­land über ih­re Toch­ter­ge­sell­schaft Te­le­fó­ni­ca Ger­ma­ny GmbH & Co. OHG ei­nen nach­hal­ti­gen Kon­sor­ti­al­kre­dit...