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Wasserstoff

Energieträger der Zukunft

Mit dem Green Deal hat sich die Europäische Union zum Ziel gesetzt, der erste klimaneutrale Kontinent zu werden. Das dort postulierte Ziel, die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 % gegenüber dem Stand von 1990 zu senken, wurde mit dem im Juli 2021 in Kraft getretenen Europäischen Klimagesetz in bindendes Recht umgesetzt. Ebenfalls im Juli 2021 hat die EU-Kommission das Initiativ-Paket Fit for 55 verabschiedet, das Vorschläge für Rechtsakte zur Umsetzung der im Europäischen Klimagesetz vorgesehenen Maßnahmen enthält.  Bereits im Juli 2020 hatte die EU-Kommission eine EU-Wasserstoffstrategie vorgelegt. Danach soll Wasserstoff maßgeblich dazu beitragen, den Energiesektor vollständig zu dekarbonisieren, effizienter zu machen und stärker zu vernetzen. 

Auch die Bundesregierung hat im Juni 2020 eine nationale Wasserstoffstrategie vorgestellt, mit der ein heimischer Markt für die Produktion und Nutzung von Wasserstoff geschaffen werden soll. Die nationale Wasserstoffstrategie setzt auf eine beschleunigte Einführung der Wasserstofftechnologie und den schrittweisen Aufbau der notwendigen Kapazitäten zur Erzeugung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien. Im Juni 2021 verabschiedete der Bundestag eine Novelle des Klimaschutzgesetzes, mit der das Ziel der Klimaneutralität auf 2045 vorgezogen wurde. Ebenfalls im Juni 2021 wurde eine Novelle des EnWG verabschiedet, mit der unter anderem eine Regulierung von Wasserstoffnetzen eingeführt wird. 

Beitrag von Wasserstoff zum Klimaschutz

Mittlerweile ist die Bedeutung von Wasserstoff für die Erreichung der Klimaschutzziele weitgehend anerkannt. Hierbei stehen perspektivisch die energieverbrauchenden Sektoren Industrie, Verkehr und Gebäude im Vordergrund. Wasserstoff ist aber nicht nur in industriellen Anwendungen direkt nutzbar. Er zeichnet sich daneben vor allem auch durch seine Speicher- und Transportierbarkeit aus. Er kann fluktuierende erneuerbare Energien vergleichmäßigen und so verlässlich für die Verbrauchssektoren verfügbar machen. Wasserstoff bereitet damit den Weg für eine zunehmende Systemintegration von erneuerbaren Energien. 

Dieser Transformationsprozess hat bereits begonnen: In Schweden wurde im Projekt HYBRIT die weltweit erste Pilot-/Testanlage zur fossilfreien Stahlproduktion mit Hilfe von Wasserstoff in Betrieb genommen. Ebenfalls in Schweden treibt das Unternehmen H2GS den Bau eines mit Wasserstoff betriebenen Stahlwerks voran.  In Deutschland planen die Partner des Projekts WESTKÜSTE 100 die Produktion von grünem Wasserstoff und klimafreundlichen Treibstoffen aus Offshore-Windenergie, deren Nutzung für Flugzeuge sowie deren Einspeisung in das Gasnetz. Airbus gab bekannt, bis 2035 ein mit Flüssigwasserstoff betriebenes Passagierflugzeug auf dem Markt haben zu wollen, und stellte hierfür drei Konzeptstudien vor. Und auch in der Automobil-Branche erlebt die Brennstoffzelle zur Erzeugung von Strom aus Wasserstoff für den Elektroantrieb eine bis vor Kurzem noch ungeahnte Renaissance, insbesondere für den Transport über größere Entfernungen sowie den ÖPNV. Die deutsche Initiative H2 Mobility hat sich als erstes Ziel gesetzt, 100 Wasserstofftankstellen in Deutschland zu realisieren. 

Auch im Bereich der Wasserstoffinfrastruktur wurden ehrgeizige Projekte auf den Weg gebracht. Das Projekt AquaVentus umfasst die Erzeugung von Offshore-Windenergie mit einer Gesamtkapazität von 10 GW bis 2035 sowie die Offshore-Produktion von 1 Million Tonnen grünem Wasserstoff. Dieser soll über ein dafür zu errichtendes Leitungsnetz zunächst nach Helgoland und schließlich bis zum deutschen Festland transportiert werden. Das Projekt GET H2 umfasst mehrere Teilprojekte für die Erzeugung, den Transport sowie die Speicherung von grünem Wasserstoff. Bis 2030 soll ein Wasserstoff-Verbundnetz entstehen, das von Nordwestdeutschland bis ins Ruhrgebiet und von der holländischen Grenze bis nach Salzgitter reicht.

Steigende Bedeutung von grünem Wasserstoff

Bereits heute besteht im Industriesektor mit stofflichen Anwendungen im Bereich von Chemie, Petrochemie und Stahl ein hoher Wasserstoffbedarf, der fast ausschließlich mit grauem Wasserstoff gedeckt wird. Durch den Einsatz von klimaneutralem grünem Wasserstoff könnten bei der industriellen Anwendung große Mengen CO2 eingespart werden. Hierfür sind allerdings erhebliche Investitionen notwendig. Kurz- bis mittelfristig müssen Elektrolysekapazitäten geschaffen werden, um den durch Wind-, Wasser- oder Solarenergie geschaffenen Strom in grünen Wasserstoff umzuwandeln. Gleichzeitig muss in die weitere Forschung und Entwicklung zur Herstellung von grünem Wasserstoff, u. a. zum Zwecke der Verbesserung des Wirkungsgrads der Elektrolyse oder der Entwicklung alternativer Herstellungsverfahren, investiert werden. Neben strategischen Patentierungsfragen wird es hier auch um F&E-Kooperationen zwischen Wissenschaft und Industrie gehen, um zügig von der Grundlagenforschung in die anwendungsbezogene Entwicklung gehen zu können.

Da trotz erheblicher Investitionen nicht davon auszugehen ist, dass entsprechende Mengen grünen Wasserstoffs kurz- bis mittelfristig zur Verfügung stehen, sieht sowohl die europäische als auch die deutsche Wasserstoffstrategie einen teilweise kritisch bewerteten Entwicklungspfad auf der Basis von blauem Wasserstoff vor (Herstellung unter Speicherung bzw. Nutzung des freiwerdenden CO2). Diese Interimsfunktion von blauem Wasserstoff wird mit der Notwendigkeit des Markthochlaufs begründet. Denn die verfügbaren Mengen grünen Wasserstoffs werden zumindest mittelfristig nicht ausreichen, um den Aufbau eines Wasserstofftransportnetzes unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten zu ermöglichen.

Voraussetzungen einer klimaneutralen Wasserstoffwirtschaft

Klares und unbestrittenes Ziel bleibt die Schaffung einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft auf der Basis von grünem Wasserstoff. Hierfür ist nicht nur ein erheblicher Zubau von Elektrolysekapazitäten erforderlich, sondern vor allem auch die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien in entsprechend großen Mengen. Fachleute gehen davon aus, dass auch langfristig deren ausreichende Verfügbarkeit in Deutschland nicht gegeben sein wird, sodass der Import von grünem Wasserstoff unentbehrlich ist. Die hierfür erforderliche Transportinfrastruktur ist grundsätzlich mit dem gut ausgebauten europäischen Gasnetz vorhanden. Eine europäische Harmonisierung, zum Beispiel im Bereich der technischen Normen und bei Herkunftsnachweisen, ist aber unabdingbar, um einen europäischen Binnenmarkt für Wasserstoff zu verwirklichen. Dies bezieht auch den Aufbau und die Normierung einer Tankinfrastruktur mit ein, sofern man neben der Elektromobilität ergänzend auch auf Wasserstoff zum Betrieb von Automobilen setzt. Nahezu alle großen Mineralölkonzerne haben bereits Konzeptstudien zur sogenannten „Tankstelle der Zukunft“ erstellt. 

Herausforderungen und Chancen für Unternehmen

Da grüner Wasserstoff bis auf wenige Ausnahmen bislang nicht wettbewerbsfähig ist, sind entsprechende hoheitliche Anreize erforderlich, um dessen Marktfähigkeit zu erreichen. Hierbei sollte das Prinzip der Technologieoffenheit beachtet werden, um Fehlsteuerungen zu vermeiden. Die für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft erforderlichen erheblichen Investitionen werden überwiegend aus privatem Risikokapital bereitgestellt werden müssen. Hierfür sind transparente, berechenbare und konsistente Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die für die Marktakteure unabdingbare Rechts- und Planungssicherheit gewährleistet ist. Wie erfolgreich die unternehmerischen Wasserstoffstrategien in ihrer Umsetzung sein werden, hängt nicht zuletzt auch davon ab, wie schnell es den Marktbeteiligten wie zum Beispiel Energieerzeugern, Netzbetreibern und energieintensiven Industrien gelingt, die Entwicklung notwendiger Infrastrukturen und Technologien voranzutreiben. 

Recht und Regulierung des Einsatzes von Wasserstoff

Gegenüber dem technisch Machbaren hinkt der rechtliche und regulatorische Rahmen für den Einsatz von Wasserstoff in fast allen Jurisdiktionen hinterher. In Deutschland deckt bislang kein Gesetz die Wertschöpfungskette für Wasserstoff ab. 

Immerhin wurde mit der im Juni 2021 verabschiedeten Novellierung des EnWG erstmals ein Regulierungssystem für Wasserstoffnetze eingeführt. Der Gesetzgeber bezweckt damit einen schrittweisen Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland. Die Regelungen gelten übergangsweise bis zur Verabschiedung entsprechender europäischer Vorgaben. Mit deren Umsetzung in deutsches Recht ist ab 2025 zu rechnen. Kern der neuen Regulierungssystematik ist ein Wahlrecht der Netzbetreiber, ob sie sich der Regulierung unterwerfen oder ihre Leitungen unreguliert betreiben wollen.

Ein für die Markteinführung von blauem Wasserstoff notwendiger Rechtsrahmen für die Kohlenstoffabscheidung und -speicherung fehlt. Auch wenn die neu eingeführte fakultative Netzregulierung mehr Rechtssicherheit für die Netzbetreiber bringt, stellen sich den Marktteilnehmern in der Praxis zahlreiche Rechtsfragen, die für die Entwicklung und Umsetzung neuer Wasserstoff-Geschäftsmodelle grundlegend sind. Wir beraten Sie hierbei kompetent und praxisorientiert. 

Unsere Wasserstoff-Expertise – Ihr Vorteil 

CMS verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Beratung von Unternehmen im Bereich Energiewirtschaft & Klimaschutz. Unsere Anwälte bündeln fundiertes Know-how in allen relevanten Rechtsgebieten mit praxisorientierter Branchenkenntnis. So unterstützen wir Sie gezielt in allen energierechtlichen und regulatorischen Fragen, die mit der Investition in Wasserstoffprojekte und deren Umsetzung verbunden sind. Wir beraten Sie bei der Entwicklung und Durchführung neuer Geschäftsmodelle und bei Kooperationen, Joint Ventures und Wachstumsstrategien durch Zukäufe und Fusionen. Wir begleiten die Forschung zu und Entwicklung von Wasserstofftechnologien und sorgen für eine schutzrechtliche Absicherung Ihrer Entwicklungen und Produkte sowie die effektive Durchsetzung Ihrer Schutzrechte. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen mit Future Mobility und E-Mobilität sind wir der kompetente Ansprechpartner auch für Wasserstoffprojekte in diesem Bereich.

Unsere Beratungsschwerpunkte zum Thema Wasserstoff erstrecken sich auf:

Rechtliche und regulatorische Fragestellungen:

  • Regulierung von Wasserstoffnetzen (Netzanschluss, Netzzugang, Anschlussleitungen, Umwidmung von Paralleltransportsystemen)
  • öffentlich-rechtliche Genehmigung der Anlagen zur Herstellung von Wasserstoff (Elektrolyseure, Reformer und Abscheider) und der ggf. erforderlichen CO2 Speicher sowie des Transports durch Rohr(fern-)leitungsnetze
  • vertragliche Abbildung der Wertschöpfungskette
  • Sicherheitsregelwerk
  • spezifisches Regelwerk der Verbrauchssektoren (zum Beispiel Industrie, Mobilität)
  • Beobachtung und Überwachung laufender Gesetzgebungsprozesse auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene
  • Beratung bei der Gestaltung des Rechts- und Ordnungsrahmens für Wasserstoff

Entwicklung und Durchführung neuer Geschäftsmodelle:

  • Gestaltung innovativer Wasserstoffkonzepte
  • Gestaltung und Umsetzung von wasserstoffbasierten Verkehrs- und Kreislaufkonzepten
  • Gutachten zu rechtlichen Entwicklungen und Perspektiven als Grundlage für strategische Unternehmensplanung
  • Begleitung bei Gründung und Finanzierung von Start-ups mit innovativen Produkten oder Geschäftsideen, auch als Ausgründung aus Forschungseinrichtungen
  • Dekarbonisierung von industriellen Prozessen
  • Dekarbonisierung des Gebäudesektors 
  • Unterstützung bei der Konzipierung und rechtliche Begleitung bei der Durchführung von F&E-Projekten
  • Beratung und Unterstützung bei der Absicherung neuer Geschäftsmodelle

Investitionen in Wasserstoffprojekte:

  • Projekte im Bereich Power-to-X
  • Bau und Betrieb von Elektrolyseuren
  • Projekte im industriellen Bereich
  • Bau und Betrieb der Wasserstoffinfrastruktur 
  • Projekte zur Herstellung von blauem Wasserstoff
  • Unterstützung bei Förderungsmöglichkeiten
  • Carbon Capture

Kooperationen, Joint Ventures und Wachstumsstrategien:

  • M&A-Transaktionen zum Erwerb bzw. Verkauf von Start-ups oder vielversprechenden etablierten Unternehmen, die bereits entlang der Wertschöpfungskette tätig sind, ggf. einschließlich der Fremdfinanzierung des Erwerbs
  • Kooperationen und Joint Ventures zur gemeinsamen Auslotung und Nutzung von Chancen im Wasserstoffbereich
  • Entwurf und Verhandlung von entsprechenden F&E-Kooperationsverträgen, einschließlich der kartellrechtlichen und beihilferechtlichen Implikationen
  • Strukturierung, Entwurf und Verhandlung von Technologie-Lizenzabkommen

Schutzrechtliche Absicherung von innovativen Produkten und Projekten:

  • Durchsetzung von Patenten und bei Verletzung von Geschäftsgeheimnissen 
  • Beratung bei der Entwicklung und der Implementierung von Strategien zum Schutz Ihrer Innovationen
  • Freedom-to-Operate-Analysen, Evaluierung der störenden Drittschutzrechte und Vorgehen gegen sie
  • Beratung und Vertretung in Bezug auf technische Standardisierung und ihre Implikation für Patente

Wenn Sie Fragen zum Thema Wasserstoff haben wenden Sie sich jederzeit gerne an Ihre Ansprechpartner bei CMS oder Dr. Friedrich von Burchard.

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26/09/2022
Her­kunfts­nach­weis­re­gis­ter für Gas, Was­ser­stoff, Wär­me und Käl­te aus er­neu­er­ba­ren...
Bun­des­re­gie­rung legt Ent­wurf ei­nes Ge­set­zes zu Her­kunfts­nach­wei­sen für Gas, Was­ser­stoff, Wär­me und Käl­te aus er­neu­er­ba­ren En­er­gie­quel­len vor
23/05/2022
CMS-Was­ser­stoff-Fo­rum
Au­to­rin: Ana­sta­sia She­le­sto­va­Düs­sel­dorf (CMS) - Was­ser­stoff wird ei­ner der zen­tra­len Schlüs­sel der be­schleu­nig­ten En­er­gie­wen­de sein. Der Auf­bau ei­ner Was­ser­stoff­wirt­schaft be­wegt die In­dus­trie, Wirt­schaft...
19/05/2022
CMS-Was­ser­stoff-Fo­rum 2022
Wir be­leuch­ten ge­mein­sam mit Ih­nen die Her­aus­for­de­run­gen, die sich beim Auf­bau ei­ner Was­ser­stoff­wirt­schaft stel­len, z. B. im Be­reich       • der Er­zeu­gung von Was­ser­stoff,       • der In­fra­struk­tur...
27/01/2022
CMS be­rät IN­E­RA­TEC beim Ab­schluss ei­ner Se­ries A-Fi­nan­zie­rungs­run­de für...
Ber­lin – Das Karls­ru­her Start-up IN­E­RA­TEC ge­winnt meh­re­re stra­te­gi­sche In­ves­to­ren, um Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten für syn­the­ti­sche Kraft­stof­fe aus CO2 und grü­nem Was­ser­stoff zu stei­gern. Es in­ves­tie­ren...
08/12/2021
2022 - The­men, die Sie be­we­gen wer­den
2021 war ein Jahr, in dem vie­les im Wan­del war – das zeigt nicht zu­letzt die Wahl ei­ner neu­en Bun­des­re­gie­rung. Der Trend zur Ver­än­de­rung und der dar­in lie­gen­den In­no­va­ti­on wird auch im Jahr 2022 nicht ab­rei­ßen. Im Ge­gen­teil: The­men wie Nach­hal­tig­keit, New Work und ei­ne zu­neh­men­de Di­gi­ta­li­sie­rung in al­len un­ter­neh­me­ri­schen Be­rei­chen rü­cken in den ge­sell­schaft­li­chen Fo­kus und wer­den die Zu­kunft maß­geb­lich be­ein­flus­sen. Mit den Chan­cen, die die­se The­men bie­ten, wer­den Un­ter­neh­men aber auch mit neu­en Her­aus­for­de­run­gen kon­fron­tiert – sei es die Im­ple­men­tie­rung neu­er Vor­ga­ben im Be­reich des Kli­ma­schut­zes, die Um­set­zung des Lie­fer­ket­ten­sorg­falts­pflich­ten­ge­set­zes oder die Um­wand­lung hin zu ei­nem nach­hal­ti­gen Ar­beit­ge­ber. All dies er­for­dert Ver­än­de­rungs­be­reit­schaft und In­no­va­ti­ons­kraft, för­dert aber gleich­zei­tig die ei­ge­ne wirt­schaft­li­che Stär­ke und Wett­be­werbs­fä­hig­keit.Wie kön­nen Un­ter­neh­men den ak­tu­el­len Um­bruch für ihr ei­ge­nes Wachs­tum nut­zen? Wel­che Her­aus­for­de­run­gen müs­sen hier­bei be­rück­sich­tigt wer­den? Wo lie­gen recht­li­che Vor­ga­ben, die be­ach­tet wer­den müs­sen?Im Fol­gen­den fin­den Sie ei­nen Über­blick über die wich­tigs­ten The­men des Jah­res 2022. Wir be­glei­ten Sie da­bei, den an­ste­hen­den Um­schwung er­folg­reich zu ge­stal­ten, und freu­en uns auf die wei­te­re Zu­sam­men­ar­beit mit Ih­nen!
08/12/2021
Re­gu­lie­rung von Was­ser­stoff­net­zen – quo va­dis?
Start­re­gu­lie­rung mit Wahl­recht der Netz­be­trei­ber Die im Ju­li 2021 im We­ge ei­ner No­vel­lie­rung des EnWG ein­ge­führ­te Re­gu­lie­rung von Was­ser­stoff­net­zen in §§ 28j–q EnWG über­lässt den Netz­be­trei­bern die Ent­schei­dung, ob sie un­re­gu­liert blei­ben oder sich dem neu ein­ge­führ­ten Re­gu­lie­rungs­sys­tem un­ter­wer­fen wol­len („Opt-in“). Ei­ner ge­mein­sa­men Re­gu­lie­rung von Erd­gas- und Was­ser­stoff­net­zen hat der Ge­setz­ge­ber da­mit ei­ne Ab­sa­ge er­teilt. Zur Be­grün­dung die­ses als Start­re­gu­lie­rung be­zeich­ne­ten Sys­tems wer­den uni­ons­recht­li­che Grün­de an­ge­ge­ben. Gleich­zei­tig kün­digt der Ge­setz­ge­ber in § 112b EnWG aber an, dass per­spek­ti­visch ei­ne An­pas­sung des re­gu­la­to­ri­schen Rah­mens zur ge­mein­sa­men Re­gu­lie­rung und Fi­nan­zie­rung der Gas- und Was­ser­stoff­net­ze im Lich­te sich ent­wi­ckeln­der uni­ons­recht­li­cher Grund­la­gen an­ge­strebt wird. Die EU-Kom­mis­si­on hat an­ge­kün­digt, ers­te Vor­schlä­ge für die Re­gu­lie­rung von Was­ser­stoff­net­zen bis zur Jah­res­wen­de 2021/22 vor­zu­le­gen. Nach ers­ten In­for­ma­tio­nen könn­ten die Vor­schlä­ge in Rich­tung ei­ner hö­he­ren Re­gu­lie­rungs­in­ten­si­tät bei ge­trenn­ter Re­gu­lie­rung von Gas und Was­ser­stoff ge­hen. Re­gu­lie­rung light Das jetzt ein­ge­führ­te Wahl­recht ist ein­ma­lig und un­wi­der­ruf­lich und kann vom Netz­be­trei­ber nur für sein ge­sam­tes Netz ein­heit­lich aus­ge­übt wer­den. Im Fal­le des Opt-in gel­ten Vor­ga­ben, die weit hin­ter der Re­gu­lie­rung der Erd­gas­net­ze zu­rück­blei­ben. Zu­vor­derst ist hier das Prin­zip des ver­han­del­ten Netz­zu­gangs zu nen­nen, das beim Gas we­gen man­geln­der Taug­lich­keit zur Markt­öff­nung be­reits vor lan­ger Zeit ab­ge­schafft wur­de. Zur Kon­kre­ti­sie­rung des ver­han­del­ten Netz­zu­gangs ent­hält das EnWG ei­ne Ver­ord­nungs­er­mäch­ti­gung, von der die Bun­des­re­gie­rung bis­lang aber kei­nen Ge­brauch ge­macht hat. Da­mit blei­ben den Netz­be­trei­bern im Opt-in hin­sicht­lich der Ge­wäh­rung des Netz­zu­gangs un­ter Be­ach­tung des Ge­bots der Dis­kri­mi­nie­rungs­frei­heit be­trächt­li­che Frei­heits­gra­de. Die­se kön­nen auch bei der Aus­ge­stal­tung von netz­be­trei­ber­über­grei­fen­den Ko­ope­ra­tio­nen ge­nutzt wer­den. Bei der Ent­flech­tung ist le­dig­lich ein buch­hal­te­ri­sches und in­for­ma­to­ri­sches Un­bund­ling vor­ge­schrie­ben. Ei­ne ei­gen­tums­recht­li­che Ent­flech­tung, die sich noch im Re­fe­ren­ten­ent­wurf fand, ist nicht vor­ge­se­hen. Die Ent­gelt­bil­dung er­folgt kos­ten­ori­en­tiert. Zu ih­rer Kon­kre­ti­sie­rung hat das Bun­des­ka­bi­nett kürz­lich ei­ne Was­ser­stoff­netz-Ent­gelt­ver­ord­nung ver­ab­schie­det, die sich an der ent­spre­chen­den Re­ge­lung beim Gas ori­en­tiert. Al­ler­dings sind die Ei­gen­ka­pi­tal-Zins­sät­ze mit 9 % für Neu- und 7,73 % für Alt­an­la­gen beim Was­ser­stoff deut­lich groß­zü­gi­ger. Die An­reiz­re­gu­lie­rung fin­det im jet­zi­gen Sta­di­um kei­ne An­wen­dung. Be­wer­tung bleibt um­strit­ten Bei der Be­wer­tung der neu ein­ge­führ­ten Was­ser­stoff­re­gu­lie­rung schei­den sich die Geis­ter. Ins­be­son­de­re die Gas­netz­be­trei­ber hat­ten sich ei­ne ge­mein­sa­me Re­gu­lie­rung er­hofft. Wenn man da­von aus­geht, dass das heu­ti­ge Gas­netz das Back­bone des künf­ti­gen Was­ser­stoff­net­zes dar­stellt, hät­te dies auch durch­aus Sinn er­ge­ben. Al­ler­dings stieß ei­ne Fi­nan­zie­rung der Was­ser­stoff­net­ze über die Ent­gel­te für die Gas­netz­nut­zung auf brei­ten Wi­der­stand. Au­ßer­dem wur­de in­fra­ge ge­stellt, ob ei­ne weit­rei­chen­de Re­gu­lie­rung beim Was­ser­stoff in der ers­ten Pha­se des Markt­hoch­laufs ge­eig­net ist. Es steht au­ßer Fra­ge, dass die Ent­wick­lung ei­ner Was­ser­stoff­wirt­schaft – nicht nur in Deutsch­land – noch mit er­heb­li­chen Un­si­cher­hei­ten be­las­tet ist. Bei der Er­zeu­gung von grü­nem Was­ser­stoff sind tech­no­lo­gisch noch er­heb­li­che Ent­wick­lungs­schrit­te zu er­war­ten. Klar ist al­ler­dings, dass die kli­ma­po­li­tisch wün­schens­wer­te Men­ge an grü­nem Was­ser­stoff nur zu ei­nem klei­nen Teil in Deutsch­land pro­du­ziert wer­den kann. In wel­chen Ver­brauchs­sek­to­ren Was­ser­stoff an­de­re En­er­gi­en er­set­zen soll, muss sich noch her­aus­stel­len. Für ei­nen Über­gangs­zeit­raum ist die Markt­fä­hig­keit von Was­ser­stoff nur durch ge­ziel­te För­der­maß­nah­men zu er­rei­chen. Mit­tel­fris­tig aber muss sei­ne ei­gen­stän­di­ge Wett­be­werbs­fä­hig­keit an­ge­strebt wer­den. Die er­for­der­li­chen Eco­no­mies of Sca­le las­sen sich am ehes­ten beim Ein­satz in der In­dus­trie er­rei­chen. Hier wird aber we­gen der er­for­der­li­chen Men­gen wahr­schein­lich kein Weg am be­fris­te­ten Ein­satz von blau­em Was­ser­stoff vor­bei­füh­ren. Al­len Un­si­cher­hei­ten zum Trotz Auf dem Weg in die neue Was­ser­stoff­welt se­hen sich In­ves­to­ren al­so mit er­heb­li­chen Un­si­cher­hei­ten so­wohl hin­sicht­lich des Mark­tes wie auch des Ord­nungs­rah­mens kon­fron­tiert. Um­so er­freu­li­cher ist die Auf­bruch­stim­mung, die sich in ei­ner fast un­über­schau­ba­ren An­zahl von Pro­jekt­ide­en ma­ni­fes­tiert. Bei­spiel­haft hier­für sei im Netz­be­reich auf das Pro­jekt GET H2 hin­ge­wie­sen, in des­sen Rah­men ein netz­be­trei­ber­über­grei­fen­des Was­ser­stoff­netz in Nord- und West­deutsch­land ge­plant wird. Auch das Off­shore-Lei­tungs­pro­jekt Aqua­Duc­tus zur An­bin­dung von er­neu­er­ba­rer Was­ser­stoff­pro­duk­ti­on auf See an das Fest­land zeigt, in wel­chen Di­men­sio­nen be­reits in die­sem frü­hen Sta­di­um ge­dacht wird. Um­so wich­ti­ger ist es, den Markt­hoch­lauf von Was­ser­stoff mit recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen zu flan­kie­ren, die den Be­tei­lig­ten mög­lichst viel Si­cher­heit ge­wäh­ren.Wir wer­den Sie über wei­te­re Ent­wick­lung auf dem Lau­fen­den hal­ten. In­for­ma­tio­nen und re­gel­mä­ßi­ge Up­dates zu ak­tu­el­len recht­li­chen Ent­wick­lun­gen im Be­reich Was­ser­stoff fin­den Sie auch auf der CMS-In­sight-Sei­te Was­ser­stoff.
08/12/2021
„Grü­ne Pa­ten­te“ – In­no­va­tio­nen ge­gen den Kli­ma­wan­del
Sin­ken­de Zahl „Grü­ner Pa­ten­te“ Im April 2021 ga­ben das Eu­ro­päi­sche Pa­tent­amt (EPA) und die In­ter­na­tio­na­le En­er­gie­agen­tur (IEA) das Er­geb­nis ih­rer ge­mein­sa­men Stu­die: „Pa­ten­te und die En­er­gie­wen­de – glo­ba­le In­no­va­ti­ons­trends bei sau­be­ren En­er­gi­en“ be­kannt. Ob­wohl zu­letzt die Zahl von Pa­tent­an­mel­dun­gen im Be­reich der koh­len­stoff­ar­men En­er­gie­tech­no­lo­gi­en wie­der et­was an­stieg, wa­ren es im Un­ter­su­chungs­zeit­raum von 2017 bis 2019 im Durch­schnitt im Ver­gleich zu den Jah­ren 2000 bis 2013 deut­lich we­ni­ger. Die mit Ab­stand meis­ten In­no­va­tio­nen kom­men da­bei der­zeit aus Ja­pan, das ei­nen An­teil von 26,2 % hat, ge­folgt von den USA (21 %), Deutsch­land (12,4 %) und Süd­ko­rea (9 %).Grö­ße­re Ak­ti­vi­tä­ten sind hin­ge­gen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in an­de­ren Tech­no­lo­gie­be­rei­chen zu ver­zeich­nen. Auch dort wird von „Grü­nen Pa­ten­ten“ ge­spro­chen. Sie be­tref­fen In­no­va­tio­nen, die eben­falls auf die För­de­rung von kli­ma- und um­welt­be­zo­ge­ner Nach­hal­tig­keit aus­ge­rich­tet sind. Hier ist un­ter an­de­rem an um­welt­freund­li­che­re bio­lo­gisch her­stell­ba­re und ab­bau­ba­re Kunst­stof­fe und – be­son­ders emo­tio­nal dis­ku­tiert – Pa­ten­te auf ge­ne­tisch ver­än­der­te Pflan­zen zu den­ken. Auch in die­sen Be­rei­chen sind In­no­va­tio­nen für ei­ne kurz­fris­ti­ge Trans­for­ma­ti­on in ei­ne kli­ma­neu­tra­le In­dus­trie­ge­sell­schaft es­sen­zi­ell, um die Zie­le des EU Green Deal zu er­rei­chen. En­er­gie­wen­de nur mit „Grü­nen Pa­ten­ten“ Mit Blick auf das Er­geb­nis der ge­mein­sa­men Stu­die er­klär­te IEA-Exe­ku­tiv­di­rek­tor Fa­tih Bi­rol: „Um die an­ge­streb­te Net­to-Null-Emis­si­ons­bi­lanz bis 2050 zu er­rei­chen, muss fast die Hälf­te al­ler Emis­si­ons­sen­kun­gen über Tech­no­lo­gi­en er­fol­gen, die heu­te noch nicht auf dem Markt sind.“ Die Ver­lang­sa­mung in­no­va­ti­ver Tä­tig­keit im Be­reich der koh­len­stoff­ar­men En­er­gie­tech­no­lo­gi­en in der jüngs­ten Ver­gan­gen­heit ist vor al­lem auf die deut­lich ge­rin­ge­ren Prei­se fos­si­ler En­er­gie­trä­ger zu­rück­zu­füh­ren. Es sind da­her nun deut­li­che In­no­va­ti­ons­an­rei­ze und -sprün­ge ge­for­dert, um die not­wen­di­ge Kli­ma­neu­tra­li­tät bis 2050 doch noch zu er­rei­chen. Hier sind wei­te­re In­no­va­tio­nen in al­len Be­rei­chen der En­er­gie­wirt­schaft er­for­der­lich, von der En­er­gie­er­zeu­gung über die En­er­gie­spei­che­rung, in­tel­li­gen­te Strom­net­ze und „grü­nes Trans­port­we­sen“ bis hin zu „grü­ner Bau(stoff)tech­no­lo­gie“.Spä­tes­tens seit­dem die Bun­des­re­gie­rung ih­re Na­tio­na­le Was­ser­stoff­stra­te­gie aus­ge­ru­fen hat, ist der Wett­lauf um pa­ten­tier­ba­re In­no­va­tio­nen zur Er­zeu­gung grü­nen Was­ser­stoffs er­öff­net. An Ide­en und Ent­wick­lun­gen für Was­ser­stoff-ba­sier­te Ver­brauchs­tech­no­lo­gi­en von der Brenn­stoff­zel­le bis hin zum Er­satz­stoff für Koks in der Stahl­her­stel­lung man­gelt es nicht. Die Her­aus­for­de­rung ist, den ab­seh­bar ho­hen Be­darf an Was­ser­stoff als En­er­gie­trä­ger der Zu­kunft, der auf der Ver­brauchs­sei­te CO2-neu­tral ist, auch kli­ma­neu­tral her­zu­stel­len. Pa­ten­tier­ba­re tech­no­lo­gi­sche An­sät­ze gibt es hier be­reits. Be­mü­hun­gen um die Er­hö­hung des Wir­kungs­gra­des der Elek­tro­ly­se von mit So­lar- oder Wind­ener­gie her­ge­stell­tem Strom wir­ken hier schon eher „alt­ba­cken“. In der Grund­la­gen­for­schung be­find­li­che Tech­no­lo­gie­an­sät­ze wie die pho­to­syn­the­ti­sche Her­stel­lung von Was­ser­stoff mit spe­zi­el­len Mem­bra­nen oder ge­ne­tisch ver­än­der­ten Cya­no­bak­te­ri­en las­sen auf die er­folg­rei­che Um­stel­lung auf ei­ne kli­ma­neu­tra­le Was­ser­stoff-ba­sier­te In­dus­trie­ge­sell­schaft hof­fen.   Pa­tent­schutz auf nach­hal­ti­ge Tech­no­lo­gi­en bei Kunst­stof­fen Ne­ben Pa­ten­ten auf koh­len­stoff­ar­me En­er­gie­tech­no­lo­gi­en wur­de in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ei­ne gro­ße Zahl „Grü­ner Pa­ten­te“ für In­no­va­tio­nen für nach­hal­ti­ge bio­ba­sier­te und bio­lo­gisch ab­bau­ba­re Kunst­stof­fe an­ge­mel­det. Dies hat das EPA erst im Ok­to­ber 2021 als Er­geb­nis sei­ner Stu­die „Pa­ten­te für die Kunst­stof­fe der Zu­kunft: Glo­ba­le In­no­va­ti­ons­trends in den Be­rei­chen Re­cy­cling, kreis­lauf­fä­hi­ges De­sign und al­ter­na­ti­ve Roh­stof­fe“ fest­ge­hal­ten. Es wur­de fest­ge­stellt, dass zwi­schen 2010 und 2019 auf Eu­ro­pa und die USA je­weils 30 %, al­so 60 % der welt­wei­ten Pa­ten­tak­ti­vi­tä­ten in die­sem Be­reich, ent­fie­len. Die größ­te Pa­ten­tak­ti­vi­tät gab es im Be­reich der Bio­kunst­stof­fe und bei che­mi­schen und bio­lo­gi­schen Kunst­stoff­re­cy­cling-Tech­no­lo­gi­en. Neue­re Trends be­tref­fen bio­lo­gi­sche Ver­fah­ren un­ter Nut­zung le­ben­der Mi­kro­or­ga­nis­men oder das Kunst­stoff-zu-Mo­no­mer-Ver­fah­ren, mit dem Po­ly­me­re zu den Grund-/Roh­stof­fen für die er­neu­te Kunst­stoff­pro­duk­ti­on ab­ge­baut wer­den. Dies ist res­sour­cen­scho­nend und re­du­ziert die im Rah­men der üb­li­chen Kreis­lauf­wirt­schaft star­ke Frei­set­zung von kli­ma­schäd­li­chem CO2 und Me­than. Pa­tent-Wai­ver-Dis­kus­si­on als In­no­va­ti­ons­kil­ler Die Kli­ma­neu­tra­li­tät un­se­rer In­dus­trie­ge­sell­schaft ist die viel­leicht größ­te Her­aus­for­de­rung des lau­fen­den Jahr­hun­derts. Die­ses Ziel wird nur mit In­no­va­tio­nen er­reich­bar sein. Wich­ti­ger als öf­fent­li­che Sub­ven­tio­nie­rung ent­spre­chen­der For­schung und Ent­wick­lung ist hier­für die Schaf­fung ei­nes in­no­va­ti­ons­freund­li­chen Um­felds. Es­sen­zi­el­ler Be­stand­teil ist die Ge­währ­leis­tung ei­nes ef­fek­ti­ven Pa­tent­schut­zes als Mo­tor der In­no­va­ti­on. Die ak­tu­el­len Dis­kus­sio­nen um ei­nen Pa­tent-Wai­ver für Impf­stoff­pa­ten­te im Zu­ge der SARS-CoV-2-Pan­de­mie sind da­bei eher kon­tra­pro­duk­tiv. Wer will in die Er­schaf­fung von in­no­va­ti­ven kli­ma­freund­li­chen Tech­no­lo­gi­en in­ves­tie­ren, wenn er bei Er­folg da­mit rech­nen müss­te, un­ter Ver­weis auf die gro­ße ge­sell­schaft­li­che Her­aus­for­de­rung „Kli­ma­neu­tra­li­tät“ die Früch­te sei­ner er­fin­de­ri­schen Ar­beit nicht – durch Pa­ten­te zeit­lich be­fris­tet – ex­klu­siv ern­ten zu kön­nen?
06/10/2021
Ent­wick­lun­gen in der na­tio­na­len Was­ser­stoff­stra­te­gie der Tür­kei
Die Tür­kiye will die Was­ser­stoff­pro­duk­ti­on im In­land aus­bau­en und als neue En­er­gie­quel­le in vie­len Be­rei­chen ein­set­zen
22/07/2021
Was­ser­stoff: No­vel­lie­rung des En­er­gie­wirt­schafts­ge­set­zes – Up­date #1
Bun­des­tag ver­ab­schie­det No­vel­le des En­er­gie­wirt­schafts­ge­set­zes: Re­gu­lie­rung von Was-ser­stoff­net­zen soll ein­ge­führt wer­den
20/07/2021
Un­garns Was­ser­stoff­stra­te­gie
Was­ser­stoff an­statt Erd­gas, wie Un­garn in sei­ner neu­en Was­ser­stoff­stra­te­gie die be­ste­hen­de In­fra­struk­tur für die kli­ma­freund­li­chen Al­ter­na­ti­ve um­bau­en will
26/04/2021
Au­to­mo­ti­ve & Mo­bi­li­ty: Recht­li­che und weg­wei­sen­de Ent­wick­lun­gen
Nach­hal­tig­keits- und Kli­ma­schutz­po­li­tik so­wie neue Tech­ni­ken sol­len mit­tel- und lang­fris­tig im­mer mehr Fahr­zeu­ge mit al­ter­na­ti­ven An­trie­ben und au­to­ma­ti­sier­ten Fahr­funk­tio­nen auf die Stra­ßen brin­gen...
09/06/2021
Au­to­mo­ti­ve & Mo­bi­li­ty: Recht­li­che und weg­wei­sen­de Ent­wick­lun­gen
Mit dem nun voll­zo­ge­nen Um­schwen­ken der gro­ßen deut­schen Au­to­mo­bil­bau­er hin zur Elek­tro­mo­bi­li­tät scheint die­se An­triebs­form fest in der Pro­dukt­pa­let­te der Zu­kunft ver­an­kert zu sein. Dar­über ge­ra­ten...