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Governance & Risk Compliance

Deutschland

Die Europäische Kommission hat im Jahr 2018 den Aktionsplan „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ veröffentlicht. Seither ist Nachhaltigkeit auch in der Corporate Governance ein zentrales Thema, dem sich viele damit verbundene europäische Initiativen widmen. Nachhaltigkeitsaspekte in die Corporate Governance zu integrieren, gilt heute als ein wesentlicher Schlüssel dazu sicherzustellen, dass Unternehmen nicht nur auf kurzfristige finanzielle Ziele schauen, sondern eine langfristige nachhaltige Wertschöpfung anstreben.

Ein grundlegender Wertewandel in der Gesellschaft in den letzten Jahren hat dazu geführt, dass Nachhaltigkeitsaspekte auch für die Stakeholder eine zunehmende Rolle spielen. Die Reputation und damit die Ertragsaussichten von Unternehmen hängen mehr denn je davon ab, dass sie einerseits nachhaltig und umweltschonend wirtschaften und andererseits ihre Compliance stärken. Die Geschäftsleitung wird zunehmend in die Pflicht genommen, Nachhaltigkeitsaspekte in der Unternehmensstrategie zu berücksichtigen und entsprechende Strukturen im Bereich Governance & Risk Compliance zu schaffen. 

Hinzu kommt, dass die Auswirkungen von COVID-19 auf das Wirtschaftsleben die Ausgangslage in vielen Betrieben nochmals erschwert und deutlich gemacht haben: Nur ausreichend resiliente Unternehmen können nachhaltig agieren.

Die CMS-Experten kennen die Herausforderungen, vor die die gestiegene Bedeutung von ESG(Environmental-Social-Governance)-Kriterien Ihr Unternehmen stellt. Sie begleiten Sie dabei, sich den zentralen Corporate-Governance-Aufgaben zu stellen und sie zugeschnitten auf die individuelle Situation Ihres Unternehmens zu lösen. Wesentliche Aspekte können dabei sein die Stärkung der Resilienz des Unternehmens insgesamt, die Verbesserung der Vorhersehbarkeit von Risiken und deren erfolgreiches Management sowie die Beseitigung von Abhängigkeiten und Störungen in Prozess- und Lieferketten.

Im Einzelnen begleiten wir Sie mit unserem Know-how im Hinblick auf folgende Fragen und Gestaltungsmöglichkeiten:


Nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung

Nachhaltigkeit und Environmental Social Governance (ESG) sind immer mehr in den Fokus des Gesetzgebers gerückt. Die EU-Kommission hat – als eine Folge des Europäischen Green Deals – eine Initiative für nachhaltige Corporate Governance für das Jahr 2021 bekanntgegeben. Ziel ist es, die ökologischen, sozialen, humanitären und wirtschaftlichen Auswirkungen von Unternehmensentscheidungen fester in der Corporate Governance zu verankern. Dabei soll nicht nur die Rolle des Managements gestärkt werden, wenn es darum geht, langfristige Unternehmensinteressen zu verfolgen. Die Unternehmensleitung soll auch rechenschaftspflichtig sein im Hinblick auf die Integration von Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie. 

Das CMS-Team für Governance & Risk Compliance begleitet die Organe von Gesellschaften unterschiedlichster Branchen dabei, ihre aktuellen Handlungsoptionen auszuloten und dabei die anstehenden Gesetzesänderungen mit Bezug zu ESG auf nationaler und europäischer Ebene zu berücksichtigen.

Resilienz und Zukunftsfähigkeit 

Vorausschauendes Handeln und ein Fokus auf Prävention, aber auch auf Agilität und Anpassungsfähigkeit bilden das Fundament eines resilienten Unternehmens. Die nachhaltige Sicherung der Liquidität, die Aufrechterhaltung des operativen Geschäftsbetriebs und der krisenfeste Schutz von Lieferketten sind weitere Bausteine für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. 

Unsere Anwälte unterstützen Sie dabei, geeignete Strukturen zu schaffen, um die Resilienz Ihres Unternehmens zu stärken und zugleich Haftungsrisiken zu vermeiden, die bei Verstößen gegen mit ESG verbundene Themen wie Umweltschutz, Menschenrechte und Corporate Governance drohen. 

Wir helfen Ihnen bei der Analyse Ihrer Prozesse und beraten Sie bei allen im ESG-Zusammenhang auftretenden Rechtsfragen und Gestaltungsmöglichkeiten. Besonderes Gewicht legen unsere Experten dabei auf die Präventionsberatung der Unternehmensleitung. Wir unterstützen Sie zudem bei der Krisenfrüherkennung und begleiten das Krisenmanagement einschließlich der Beteiligung von Aufsichtsorganen und Gesellschaftern.

Diversität in Vorstand und Aufsichtsrat

Vielfalt in der Zusammensetzung des Vorstands und Aufsichtsrats gilt heutzutage als Gradmesser für Innovationsfähigkeit und eine fortschrittliche und zukunftsgerichtete Unternehmenskultur. Denn Vielfalt sorgt dafür, dass Themen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachtet werden, Fehler unter Umständen im Vorfeld vermieden und Unternehmen modern und nachhaltig aufgestellt werden können. 

Mit dem Ersten und dem Zweiten Führungspositionen-Gesetz (FüPoG und FüPoG II) wurden zwei Gesetze auf den Weg gebracht, die den Anteil von Frauen in Führungspositionen im privaten wie im öffentlichen Sektor erhöhen und so die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in diesen Bereichen fördern sollen. Es ist zu erwarten, dass die Bundesregierung auch noch weitere Diversity-Vorgaben für Unternehmen ins Auge fassen wird.

Wir helfen Ihnen, Ihre Prozesse im Hinblick auf die Diversität in Vorstand und Aufsichtsrat auf der Basis der aktuellen gesetzlichen Entwicklungen zu hinterfragen und / oder neu zu implementieren.

Nachhaltige Vorstandsvergütung

Nach Umsetzung der zweiten Europäischen Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) und der Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) ist im Aktienrecht geregelt, dass der Aufsichtsrat die Vergütungsstruktur des Vorstands bei börsennotierten Gesellschaften auf eine nachhaltige und langfristige Entwicklung der Gesellschaft auszurichten hat.

Wir beraten Unternehmen umfassend bei der Gestaltung und Einführung nachhaltiger Vergütungsmodelle für Organvertreter und Mitarbeiter in Führungspositionen. Besondere Schwerpunkte unserer Tätigkeit liegen in der Beratung zu Vergütungsplänen in regulierten Branchen und zu Vorstandsvergütungen unter Berücksichtigung von ARUG II und dem DCGK. 

Dabei greifen wir auf ein eingespieltes und im Markt angesehenes Vergütungsteam zurück, das Experten aus den Bereichen Gesellschafts- und Aktienrecht, Arbeitsrecht, Aufsichtsrecht und Steuerrecht umfasst. Außerdem ziehen wir renommierte externe Vergütungsberater hinzu, mit denen wir schon jahrelang zusammenarbeiten. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz stellen wir sicher, dass Sie eine passgenaue Vergütungsberatung „aus einer Hand“ erhalten.

ESG Risk Assessment und ESG Due Diligence 

Im Bereich Nachhaltigkeit ist die Gesetzgebung in der EU und in Deutschland in den letzten Jahren sehr stark weiterentwickelt worden und weitere Verschärfungen sind zu erwarten. Vor diesem Hintergrund nimmt das Thema ESG (Environment Social Governance) auch in Unternehmen eine immer zentralere Rolle ein. Vor allem bei institutionellen Anlegern und börsennotierten Gesellschaften ist das Thema ESG schon jetzt stark im Fokus. 

Wir beraten Unternehmen umfassend bei der Gestaltung und Durchführung eines ESG Risk Assessment sowie im Rahmen der Nachbereitung bei der Erarbeitung von ESG Risk Management Systemen. Die Durchführung eines ESG Risk Assessment dient nicht nur der Prüfung, ob das betreffende Unternehmen sich aktuell gesetzeskonform verhält und aktuelle Nachhaltigkeitsstandards und Vorgaben einhält, sondern trägt auch dazu bei festzustellen, ob das betreffende Unternehmen die für das Unternehmen relevanten Rahmenbedingungen und gesetzgeberischen Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit insgesamt im Blick und die unternehmensinternen und -externen Prozesse hierauf ausgerichtet hat sowie für aktuelle und zukünftige Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit gerüstet ist. Denn hat es dies nicht, können hieraus neben finanziell relevanten Nachbesserungspflichten im schlimmsten Fall Auswirkungen auf das Geschäftsmodell sowie Reputationsrisiken resultieren, die den Goodwill des Unternehmens und dessen Marke und Position am Markt beschädigen. 

Daneben kann der Bereich ESG nicht nur in der laufenden Unternehmensführung, sondern auch in Verkaufsprozessen im Rahmen der ESG Due Diligence sowohl auf Käufer- als auch auf Verkäuferseite eine wichtige Rolle spielen. Wir beraten Sie bei der Durchführung einer ESG Due Diligence und bei der Berücksichtigung der Ergebnisse aus der ESG Due Diligence unmittelbar im Transaktionsprozess und in den Verhandlungen des Kaufvertrages. Beispielsweise kann sich die Identifizierung einzelner ESG-Risiken auf die Kaufpreisbewertung, die Käufer-Forderungen nach besonderen Garantien und spezifischen Freistellungen oder einem Treuhandmechanismus für Garantien auswirken. Dem Käufer eröffnet es die Möglichkeit, darauf hinzuwirken, dass Nachbesserungen im Bereich ESG bereits vor Signing durch den Verkäufer durchgeführt werden, oder alternativ Ressourcen und Kosten für entsprechende post-merger integration measures einzuplanen und im Kaufpreis zu berücksichtigen.

Corporate Digital Responsibility

Ein weiterer bedeutsamer Aspekt im Bereich Governance & Risk Compliance ist der verantwortungsvolle und rechtskonforme Umgang mit der Digitalisierung. Dabei geht die Corporate Digital Responsibility über die reine Erfüllung bestehender gesetzlicher Anforderungen hinaus, sie ist vielmehr die wertebasierte Auseinandersetzung mit allen positiven und negativen sowie direkten und indirekten Auswirkungen des Einsatzes digitaler Technologien.

Der Einsatz von Künstlicher-Intelligenz(KI)-Applikationen in Unternehmen bringt besondere ethische Herausforderungen mit sich bis hin zu möglichen Haftungsrisiken im Hinblick auf den Einsatz in Vorstand und Aufsichtsrat. Die Applikationen müssen besondere Anforderungen erfüllen, um nicht nur die Verantwortlichkeiten und die Transparenz der Ergebnisse nachvollziehbar zu gestalten, sondern auch Diskriminierungen zu vermeiden sowie geistiges Eigentum und Daten zu schützen.

Unsere Experten verfügen nicht nur über die rechtliche Expertise zur Umsetzung von Digitalisierungsprojekten, sondern verstehen auch die Technologie und die Methodik dahinter. So ergänzen wir Rechtsabteilungen um profundes Spezialwissen bei der Compliance-konformen Gestaltung von neuen Geschäftsmodellen.

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